EKD-Ratsvorsitzender reist nach Namibia und Südafrika

Heinrich Bedford-Strohm

Foto: epd-bild/Lukas Barth

Heinrich Bedford-Strohm freiút sich auf die 10 tägige Afrika Teise und "erwartet wichtige Einsichten für das Zeugnis der Kirche und unseren Einsatz für eine gerechtere Welt".

EKD-Ratsvorsitzender reist nach Namibia und Südafrika
Eine Delegation des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) unter Leitung des Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm besucht Südafrika und Namibia.

"Wir erwarten uns von dieser Reise wichtige Einsichten für das Zeugnis der Kirche und unseren Einsatz für eine gerechtere Welt", erklärte Bedford-Strohm zum Auftakt der zehntägigen Reise am Montag. Die letzte Reise einer Delegation des Rates der EKD ins südliche Afrika liegt zehn Jahre zurück.

In Südafrika wolle sich die Delegation insbesondere nach der Wahl des neuen Präsidenten Cyril Ramaphosa mit der Rolle der Kirchen im gesellschaftlichen und politischen Kontext befassen, teilte die EKD mit. In Namibia gehe es um den Umgang mit dem Völkermord im damaligen Deutsch-Südwestafrika. Im vergangenen Jahr hatte die EKD dazu eine Schulderklärung verfasst, deren Umsetzung weiter konkretisiert werden soll.

Mehr zu Rat der EKD, Südafrika
Der dritte Ökumenische Kirchentag ist digital. Schade. Aber auch eine Chance, ganz viel zu erleben, meinen Claudia Keller und Ursula Ott aus der chrismon-Redaktion. Hier gibt es Tipps für diesen Ökumenischen Kirchentag, der vom 13. bis 16. in Frankfurt ausgerichtet wird.
Keine Suizidassistenz in kirchlichen Einrichtungen
Für den hessen-nassauischen Kirchenpräsidenten Volker Jung hängt die Möglichkeit für Suizidassistenz in evangelischen Einrichtungen von der künftigen Gesetzgebung ab. Grundsätzlich erscheine es ihm nicht möglich, diese Art der Sterbehilfe in kirchlichen Einrichtungen zuzulassen.

Das heutige Namibia war von 1884 bis 1915 eine deutsche Kolonie. Der Widerstand der afrikanischen Bevölkerung gegen die Fremdherrschaft wurde gewaltsam niedergeschlagen. 2017 veröffentlichte die EKD ein Papier, in dem sie sich mit dem Völkermord auseinandersetzte. Darin heißt es: "Als Nachfolgeinstitution des einstigen Evangelischen Preußischen Oberkirchenrats, der seinerzeit im Ausdruck aller deutschen evangelischen Landeskirchen handelte, bekennen wir uns als Evangelische Kirche in Deutschland heute ausdrücklich gegenüber dem gesamten namibischen Volk und vor Gott zu dieser Schuld." Die EKD bot Begleitung beim Prozess der Erinnerung an.

Der Delegation auf der Reise vom 5. bis 15. März gehören an: Heinrich Bedford-Strohm, Petra Bosse-Huber, Michael Diener, Markus Dröge, Elisabeth Gräb-Schmidt, Kerstin Griese, Jacob Joussen, Dieter Kaufmann, Annette Kurschus, Irmgard Schwaetzer.