Bericht: Facebook lässt sich in digitaler Ethik beraten

Facebook läßt sich in ethischen Fragen beraten.

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Facebook läßt sich in ethischen Fragen beraten.

Bericht: Facebook lässt sich in digitaler Ethik beraten
Facebook lässt sich einem Bericht der "Wirtschaftswoche" zufolge in Deutschland ab sofort von einer Gruppe von Digitalexperten in ethischen Fragen beraten. Der Gesprächskreis "Digitalität und Verantwortung" werde von Peter Dabrock, dem Vorsitzenden des Deutschen Ethikrates, geleitet, berichtete das Magazin in Düsseldorf.

Dabrock sagte der "Wirtschaftswoche": "Wir möchten dazu beitragen, dass Facebook etwas mehr versteht, welche Verantwortung es in einem Land wie Deutschland trägt." Dabrock ist Professor für Systematische Theologie (Ethik) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Die Teilnehmer des Gesprächskreises, die sich bislang einmal getroffen hätten, erhielten von Facebook kein Honorar, hieß es in dem Bericht. Dabrock, der sich bereits intensiv mit ethischen Fragen zu Big Data beschäftigt habe, betonte in der "Wirtschaftswoche" seine Unabhängigkeit: "Kontroverse Themen werden wir nicht aussparen und Facebook die eine oder andere unbequeme Antwort zumuten." Facebook selbst ist in dem Gremium unter anderem durch Deutschland-Chef Martin Ott sowie Facebook-Vizepräsident Elliot Schrage vertreten.

Facebook steht in der Kritik, Hasskommentare, darunter auch strafbare Inhalte, nicht zu löschen. Zudem wird Facebook wegen eines fehlenden Engagements in der Debatte um Hassrede im Netz heftig kritisiert. Das sogenannte Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG), das soziale Netzwerke zu einem schärferen Vorgehen gegen strafbare Inhalte im Netz verpflichtet, gilt seit 1. Januar in vollem Umfang.