Käßmann kritisiert Bundestagswahlkampf

Käßmann kritisiert Bundestagswahlkampf
Die evangelische Theologin Margot Käßmann hat den beendeten Bundestagswahlkampf als lahm und zäh kritisiert.

"Jesus würde wohl kaum verstehen, dass jemand meint, mich mit Gummibärchen oder Kugelschreibern von seiner Partei überzeugen zu können", schrieb die Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in der "Bild am Sonntag". "Diese lähmende Zähigkeit, die über der Wahl liegt, würde ihn befremden."

Mehr zu Bundestagswahl 2017, Margot Käßmann
Margot Käßmann und  Andreas Helm
Die Theologin Margot Käßmann und ihr Lebensgefährte Andreas Helm haben gemeinsam ein Buch über ihre Beziehung geschrieben. Gemeinsam präsentieren sie es auch bei Lesungen.
Tankstelle in Idar-Oberstein
Nach dem Mord an einem Studenten in Idar-Oberstein hat die evangelische Theologin Margot Käßmann an die Menschen appelliert, gemeinsam für die Corona-Maßnahmen einzustehen.


Es gebe "viele Zukunftsfragen, die viel zu wenig diskutiert werden: Kinderarmut in Deutschland, Unrecht in der Welt, Rüstungsexporte aus unserem Land in Krisenregionen der Erde", schrieb Käßmann.

Die frühere Ratsvorsitzende der EKD übte auch Kritik an AfD-Wählern. Unverständlich wären Jesus "sicher diejenigen, die ihr Kreuz bei der AfD machen, weil sie denken, wir zeigen es 'denen da oben" mal." Jesus, schrieb die Theologin, hätte ihnen vielleicht gesagt: "Das ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, wie ich euch liebe" (Johannes 15,12)