Sonderausstellung mit Werken von Barlach und Rando eröffnet

Die Figur "Schwebender Gottvater" aus Böttger Steinzeug von 1922 gehört zu den 47 Werken der Ausstellung "Ernst Barlach - Mystiker der Moderne".

Foto: epd-bild / epd Hessen / Jens Bayer-Gimm

Die Figur "Schwebender Gottvater" aus Böttger Steinzeug von 1922 gehört zu den 47 Werken der Ausstellung "Ernst Barlach - Mystiker der Moderne".

Sonderausstellung mit Werken von Barlach und Rando eröffnet
Anlässlich des 500. Reformationsjubiläums in diesem Jahr präsentiert die Klosterscheune Zehdenick (Landkreis Oberhavel) eine Sonderausstellung.

Unter dem Titel "Mystiker der Moderne" werden rund 90 Skulpturen, Gemälde und Aquarelle des deutschen Bildhauers Ernst Barlach (1870-1938) und des spanischen Malers Jorge Rando (geb. 1941) gemeinsam gezeigt. Beide Künstler beschäftigten sich mit religiösen Themen, ihre Werke gelten als Ausdruck tiefer Gläubigkeit.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) betonte zur Ausstellungseröffnung am Samstag die große Aktualität der Präsentation. "Beider Werk steht für Humanismus, für Sinnsuche und die Hoffnung auf eine bessere Welt jenseits von Krieg und Intoleranz", sagte Woidke als Schirmherr der Schau.



Ernst Barlach ist einer der bedeutendsten Künstler des deutschen Expressionismus. Der spanische Maler Jorge Rando gilt in seinem Land als bedeutendster Vertreter der neoexpressionistischen Malerei. Die Sonderausstellung "Mystiker der Moderne" wurde von der Ernst Barlach Gesellschaft Hamburg in Kooperation mit der Klostergalerie Zehdenick und dem Museum Jorge Rando Málaga realisiert.

Die evangelische Kirche feiert in diesem Jahr 500 Jahre Reformation. Am 31. Oktober 1517 hatte Martin Luther (1483-1546) seine 95 Thesen gegen die Missstände der Kirche seiner Zeit veröffentlicht. Der Thesenanschlag gilt als Ausgangspunkt der weltweiten Reformation, die die Spaltung in evangelische und katholische Kirche zur Folge hatte.

Meldungen

Top Meldung
Der tiefgreifende Umbruch in der weltweiten Evangelisch-methodistischen Kirche ist nach Ansicht des deutschen Bischofs Harald Rückert die Chance für einen Neuanfang. Er sei froh und erleichtert über das absehbare Ende des jahrzehntelangen Streits.