Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl seit Mittwoch wieder online

Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl seit Mittwoch wieder online
Unentschiedene Wähler können sich seit Mittwoch wieder durch den Wahl-O-Mat klicken. Die Bundeszentrale für politische Bildung präsentierte in Berlin das Online-Tool, mit dem Nutzer ihre Positionen mit denen der zur Bundestagswahl am 24. September antretenden Parteien abgleichen können.

Dazu müssen sie sich durch 38 Thesen klicken, die - autorisiert von insgesamt 32 Parteien - mit den Positionen aus Wahlprogrammen verglichen werden. Am Ende erfährt der Nutzer, wie viele Übereinstimmungen er mit den einzelnen Parteien hat. Die Thesen behandeln Bundeszentralen-Präsident Thomas Krüger zufolge alle derzeit politisch wichtigen und umstrittenen Themenfelder. So wird unter anderem nach Zustimmung oder Ablehnung einer Obergrenze für die Aufnahme von Flüchtlingen, dem bedingungslosen Grundeinkommen, Verbot von Waffenexporten oder dem Gottesbezug im Grundgesetz gefragt.

Getestet wurde der Wahl-O-Mat am Mittwoch zuerst von den Generalsekretären und Bundesgeschäftsführern der derzeit im Bundestag vertretenen Parteien CDU, CSU, SPD, Grünen und Linken. Auch wenn der Wahl-O-Mat Krüger zufolge nicht als Wahlempfehlung verstanden werden soll - die Spitzenpolitiker wirkten erleichtert, dass ihre Zustimmung mit ihrer jeweils eigenen Partei bei mindestens 97 Prozent lag. Am besten kannten offensichtlich die Generalsekretäre von CDU und SPD ihre Parteiprogramme. CDU-Generalsekretär Peter Tauber hat laut Wahl-O-Mat eine 99-prozentige Übereinstimmung mit den Thesen seiner Partei, SPD-Generalsekretär Hubertus Heil erreichte sogar glatte 100 Prozent.

Krüger zufolge wurde der Wahl-O-Mat, den es inzwischen auch bei Landtags- und Europawahlen gibt, bei der Bundestagswahl 2013 mehr als 13 Millionen mal durchgespielt. Das Tool sei ein "demokratischer Volkssport" geworden, sagte er. Bei der Erarbeitung der einzelnen Thesen wird eine Jugendredaktion eingebunden, da der Wahl-O-Mat insbesondere bei jungen Wahlberechtigten das Interesse an politischer Auseinandersetzung und zum Wählengehen wecken soll.

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