Spitzen von Diakonie und Caritas würdigen Bethel

Bei einer erstmaligen "ökumenischen Visite" haben Spitzenvertreter der Diakonie Deutschland und des Deutschen Caritasverbandes die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel in Bielefeld gewürdigt. Diakonie-Präsident Ulrich Lilie und Caritas-Chef Peter Neher hoben am Freitag das 150. Jubiläum Bethels sowie das große Innovationspotenzial der Stiftung hervor, wie Bethel mitteilte. In dem neuen Format wollen die Präsidenten der Wohlfahrtsverbände ein- bis zweimal im Jahr je eine Einrichtung der Caritas und der Diakonie besuchen.

Mit diesem gemeinsamen Besuch solle die vertrauensvolle und offene Zusammenarbeit vertieft werden, erklärte Lilie. Außerdem sei diskutiert worden, wie man sich künftig gemeinsam sozialpolitisch noch besser positionieren könne. Bethel sei ein guter Start gewesen, um das zentrale Anliegen der kirchlichen Wohlfahrtsverbände deutlich zu machen, sich für Menschen, die nicht in der Öffentlichkeit stehen, zu engagieren, erklärte Caritas-Präsident Neher.

Die von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel feiern ihr 150-jähriges Bestehen mit einem Festjahr. Im Jahr 1867 begann in Bielefeld die Arbeit mit der Fürsorge für epilepsiekranke Jugendliche. Maßgeblich geprägt wurde die Einrichtung von Friedrich von Bodelschwingh (1831-1910), der 1872 die Leitung übernahm. Bethel gilt heute mit rund 18.000 Mitarbeitern als eines der größten diakonischen Unternehmen Europas.