Luthers Testament in Wittenberg zu sehen

Martin Luthers Testament von 1542, zeitgenoessische Kopie von 1542 mit eigenhaendigem Vermerk von Philipp Melanchthon, Landesarchiv Thueringen

Foto: epd-bild/Jens Schlueter

Martin Luthers Testament von 1542.

Das Testament Martin Luthers (1483-1546) ist von Donnerstag an in der Nationalen Sonderausstellung "Luther! 95 Schätze - 95 Menschen" in Wittenberg zu sehen.

Die Leihgabe des Evangelischen Landesmuseums Budapest ist eine Originalhandschrift des Reformators und stammt vom 6. Januar 1542, teilten Staatskanzlei und Kulturministerium am Dienstag in Madeburg mit. Entgegen der damaligen Rechtslage setzte Luther in dem Testament seine Frau Katharina von Bora als Alleinerbin und Vormund seiner Kinder ein. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) wird nach Angaben der Staatskanzlei vor Ort sein, wenn die Leihgabe in Wittenberg eintrifft.

"Luther! 95 Schätze - 95 Menschen" ist eine von drei nationalen Sonderausstellungen zum diesjährigen 500. Reformationsjubiläum und noch bis 5. November im Augusteum des Lutherhauses in Wittenberg zu sehen. Auf 1.450 Quadratmetern machen mehr als 300 Exponate die Entwicklung vom Mönch Martin Luther zum Reformator erlebbar und zeigen seinen Einfluss auf bekannte Menschen zwischen dem 16. und 21. Jahrhundert.

Die evangelische Kirche feiert bis Oktober dieses Jahres 500 Jahre Reformation. 1517 hatte Luther seine 95 Thesen gegen die Missstände der Kirche seiner Zeit veröffentlicht, die er der Überlieferung nach am 31. Oktober an die Tür der Wittenberger Schlosskirche nagelte. Der Thesenanschlag gilt als Ausgangspunkt der weltweiten Reformation, die die Spaltung in evangelische und katholische Kirche zur Folge hatte.