G20: Kirchen-Protest gegen Armut und Überschuldung

G20: Kirchen-Protest gegen Armut und Überschuldung
Mehr als 800 Christen waren in die Hauptkirche St. Katharinen gekommen. Gefeiert wurde der Gottesdienst unter anderem auf Englisch, Griechisch, Arabisch, Koreanisch und Kisuaheli.

Mit einem gemeinsamen Gottesdienst haben die christlichen Kirchen in Hamburg am Samstag ihren Protest gegen die Politik der G20 zum Ausdruck gebracht. 116 Länder seien kritisch verschuldet, kritisierte Bischof Charles Jason Gordon von Barbados. Ein Prozent der Weltbevölkerung besitze mehr als die übrigen 99 Prozent. Es fehle an "moralischer Energie". Sein Land habe auf Anraten des Internationalen Währungsfonds (IWF) 3.500 Bedienstete entlassen, die Steuern erhöht und damit die Armut vergrößert.

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Ehe für alle
Die Rügen beziehen sich unter anderem auf Berichte von "Bild" und "Bild online" über die G20-Proteste, auf zwei "Bild Online"-Berichte über den Terroranschlag in Manchester sowie auf einen Kommentar der FAZ über die "Ehe für alle", wie der Presserat mitteilte.


Mehr als 800 Christen waren in die Hauptkirche St. Katharinen gekommen. Gefeiert wurde der Gottesdienst unter anderem auf Englisch, Griechisch, Arabisch, Koreanisch und Kisuaheli. Gebetet wurde für die Verletzten der vergangenen Nacht. Hamburg sei eine "verwundete Stadt", sagte Bischöfin Kirsten Fehrs. Mit ihrem Gottesdienst würden Christen einen Kontrapunkt zu den Ausschreitungen setzen, ergänzte der katholische Erzbischof Stefan Heße.