Weltkirchenrat begrüßt Pakt zum Atomwaffen-Verbot

Der Weltkirchenrat hat die internationalen Verhandlungen über ein Verbot von Atomwaffen begrüßt. Die Menschheit müsse vor einem Einsatz der nuklearen Sprengköpfe bewahrt werden, betonte der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) am Mittwoch in Genf.

Die Existenz des ganzen Planeten stünde auf dem Spiel. Der vor kurzem vorgestellte Vertragsentwurf zum Atomwaffenverbot sei wegweisend, hieß es. Dem Entwurf zufolge, auf den sich 130 Länder im Rahmen der UN einigten, sollen Entwicklung, Herstellung, Erwerb, Weitergabe und Einsatz von Atomwaffen verboten werden. Die Existenz der Nuklearwaffen berge das unkalkulierbare Risiko in sich, das sie eingesetzt würden. Die Länder, die ein Verbot anstreben, wollen den Vertrag Anfang Juli in New York abschließen.

Die Staaten mit einem Nuklearwaffenarsenal wie die USA und Russland lehnen die Verbots-Verhandlungen hingegen ab. Auch fast alle Nato-Staaten, darunter Deutschland, sperren sich dagegen. Ein Bann der Waffen untergrabe die internationale Sicherheitsarchitektur, argumentieren sie. Der ÖRK umfasst knapp 350 Kirchen mit mehr als 500 Millionen Gläubigen.