Barack Obama und sein christlicher Glaube

Barack Obama

Foto: epd-bild/Rolf Zöllner

Barack Obamas Auftritt auf dem Kirchentag in Berlin gilt als einer der Höhepunkte.

Barack Obama und sein christlicher Glaube
Der Besuch des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama ist ein Höhepunkt auf dem Kirchentag. Aber was glaubt der Ex-Präsident selbst?

Für politische Gegner war es eine geradezu perfide Strategie, Barack Obama angesichts dessen zweiten Vornamens Hussein als Muslim zu bezeichnen. Doch in Wahrheit hat seit dem baptistischen Sonntagsschullehrer Jimmy Carter kein führender demokratischer Politiker in den USA so offen über seinen christlichen Glauben gesprochen wie Barack Obama. Am 25. Mai, dem Himmelfahrtstag, ist der 55-jährige Ex-Präsident beim evangelischen Kirchentag in Berlin zu Gast.

"Als ich unter dem Kreuz kniete, hörte ich, wie mich der Geist Gottes ansprach." Mit diesen Worten beschrieb Obama seine Hinwendung zum christlichen Glauben 1988 in der "Trinity United Church of Christ" in Chicago. Der 27-Jährige war damals als "Community Organizer" tätig, um die Lebensumstände in verarmten Stadtvierteln zu verbessern.

Barack Obama wurde 1988 in Rev. Jeremiah Wright's Trinity United Church of Christ in Chicago getauft. Seine Taufurkunde ist bisher noch nicht an die Medien weitergegeben worden, jedoch gibt es zahlreiche unwidersprochene Aussagen darüber, dass diese Taufe im besagten Jahr und an besagtem Ort stattgefunden hat. In dieser Kirche hat er auch seine Michelle geheiratet und seine beide Töchter taufen lassen. Bis zu seiner Vereidigung als Präsident ging er nach Aussagen anderer Gemeindemitglieder dort regelmäßig in den Gottesdienst.

Im Wahlkampf 2008 sagte Obama der Zeitschrift "Christianity Today": "Ich bin ein bekennender Christ, ich glaube an den heilbringenden Tod Jesu Christi." Besonders wichtig sei ihm der Auftrag, den "Geringsten Priorität zu geben und nicht den Mächtigen". In Washington besuchten die Obamas (in unregelmäßigen Abständen) die St. John's Episcopal Church, die in der Nähe des Weißen Hauses liegt.

In der Erinnerung aus Obamas Präsidentschaft bleibt der Moment, als er im Juni 2015 bei der Trauerfeier für die Mordopfer in einer schwarzen Kirche in Süd Carolina das Gospellied "Amazing Grace" anstimmte. Beim Nationalen Gebetsfrühstück 2016 ermutigte Obama die Amerikaner, sich nicht von Angst leiten zu lassen. Gott gebe Gläubigen "die Macht zu lieben und Angst zu überwinden".

Dieser Inhalt erschien erstmals auf evangelisch.de am 11. Mai 2017.

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