Syrienkonferenz in Brüssel begonnen

Das am 20.01.2017 aufgenommene Foto zeigt Menschen, die im östlichen Stadtteil Ansari in der vom Krieg zerstörten Stadt Aleppo unterwegs sind. Auf der Syrienkonferenz in Brüssel appellierte die Diakonie Katastrophenhilfe an die internationale Gemeinschaft,

Foto: dpa/Hassan Ammar

Das am 20.01.2017 aufgenommene Foto zeigt Menschen, die im östlichen Stadtteil Ansari in der vom Krieg zerstörten Stadt Aleppo unterwegs sind. Auf der Syrienkonferenz in Brüssel appellierte die Diakonie Katastrophenhilfe an die internationale Gemeinschaft, mit dem Wiederaufbau des Landes nicht bis zum Kriegsende zu warten.

Syrienkonferenz in Brüssel begonnen
In Brüssel hat eine internationale Hilfskonferenz für Syrien begonnen. Das Ausmaß des Leidens erfordere mehr Handeln, sagte der für Krisenbewältigung zuständige EU-Kommissar Christos Stylianides am Dienstag zum Auftakt der zweitägigen Konferenz, zu der die EU, die Vereinten Nationen, Deutschland, Kuwait, Katar, Großbritannien und Norwegen eingeladen haben.

Am Dienstag waren Reden und Diskussionen von Vertretern von Organisationen wie dem Roten Kreuz, UN-Agenturen und "Save the Children" geplant. Am Mittwoch ist der Haupttag der Konferenz, zu dem aus Deutschland Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) und Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) erwartet werden.

Das Hauptthema des ersten Tages seien Maßnahmen zur größeren Wirksamkeit der Hilfe, kündigte Stylianides an. Bisher seien alle Anstrengungen für eine Friedenslösung des seit 2011 andauernden Konflikts gescheitert, sagte der EU-Kommissar. "Trotz des letzten Dezember vereinbarten Waffenstillstands gehen die Kämpfe weiter."

Unterdessen appellierte die Diakonie Katastrophenhilfe an die internationale Gemeinschaft, mit dem Wiederaufbau des Landes nicht bis zum Kriegsende zu warten. Es gebe in Syrien "Gegenden, die schon lange befriedet sind, wo man theoretisch durchaus mit dem Wiederaufbau anfangen kann", sagte die Präsidentin des evangelischen Hilfswerks, Cornelia Füllkrug-Weitzel, dem Südwestrundfunk. Als Beispiel nannte sie die Instandsetzung von Schulen und Krankenhäusern.

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