Pfälzische Kirche will Leistung ihrer Verwaltungsämter steigern

Pfälzische Kirche will Leistung ihrer Verwaltungsämter steigern
Die Evangelische Kirche der Pfalz will mehr Geld für ihre Verwaltungsämter bereitstellen, um deren Leistungsfähigkeit zu verbessern.

Eine Personalbedarfsmessung durch das Beratungsunternehmen Kienbaum habe ergeben, dass die Verwaltungsämter ab 2017 eine Zuweisung von etwa 5,7 Millionen Euro benötigten, sagte Finanzdezernentin Karin Kessel am Donnerstag vor der Landessynode in Speyer. Der Zuschuss liege etwas mehr als eine Million Euro über der bisherigen Zuweisung.

Die Personalbedarfsmessung für die Pflichtaufgaben der 14 Verwaltungsämter und Verwaltungszweckverbände habe gezeigt, "dass Optimierungspotenziale" bestünden, sagte Oberkirchenrätin Kessel. Die Synode hatte dazu den Landeskirchenrat in Speyer beauftragt. Schrittweise solle die Zuweisung an die Ämter in den Jahren 2018 und 2019, nach einer Optimierung der IT-Ausstattung, um jeweils 175.000 Euro reduziert werden.

Kienbaum-Unternehmensberaterin Susanne Gietz machte deutlich, dass das Leistungspotenzial der pfälzischen Verwaltungsämter insgesamt einen deutlichen Spielraum nach oben habe. Im Vergleich zu anderen evangelischen Landeskirchen sei deren Personalstand relativ hoch und die Qualität der IT-Ausstattung mangelhaft. Ein neu entwickeltes System mache es möglich, dass die Verwaltungsämter ihren jährlichen Personalbedarf und ihre Personalkosten ermitteln könnten.



Die Verwaltungsämter unterstützen Kirchengemeinden und Pfarrer bei wichtigen Verwaltungsaufgaben. Sie helfen etwa bei der Haushaltsplanung, buchen für sie Rechnungen und beraten sie bei der Baufinanzierung.

Die Verwaltungsämter sind seit längerem ein Zankapfel in der Pfälzer Landeskirche. Manche Pfarrer und Kirchengemeinden kritisieren deren unterschiedliche Leistungsfähigkeit. Die Landeskirche will aus Spargründen die Zahl der Verwaltungsämter verringern, die sich an der künftigen Struktur der Dekanate orientieren soll. 4,6 Millionen Euro stellte die Landeskirche 2015 für ihre Verwaltungsämter bereit - davon rund die Hälfte für die Verwaltung ihrer 240 Kindertagesstätten. Hinzu kommen Gelder durch Umlagen.

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