Freitalerin mit Preis für Zivilcourage geehrt

Preisträgerin Steffi Brachtel bekommt, neben dem Preis für Zivilcourage, auch warme Worte von Angela Merkel.

Foto: dpa/Britta Pedersen

Preisträgerin Steffi Brachtel bekommt, neben dem Preis für Zivilcourage, auch warme Worte von Angela Merkel.

Freitalerin mit Preis für Zivilcourage geehrt
Die Freitalerin Steffi Brachtel ist für ihre Zivilcourage vom Förderkreis "Denkmal für die ermordeten Juden Europas" ausgezeichnet worden.

Die 41-Jährige erhielt am Mittwoch in Berlin den mit 3.000 Euro dotierten "Preis für Zivilcourage gegen Rechtsradikalismus, Antisemitismus und Rassismus".

Die im sächsischen Dresden als Kellnerin arbeitende Brachtel habe in ihrer Heimat im besonderen Maße Zivilcourage gezeigt und Flüchtlingen bei der Integration geholfen, hieß es zur Begründung. Die 41-Jährige habe sich unter anderem aktiv gegen Hasskommentare auf Facebook und gegen Freunde sowie Bekannte gewandt, die fremdenfeindliche Ansichten geäußert hatten.



In Freital bei Dresden hatten zur Jahresmitte 2015 Anwohner, Rechtspopulisten und Neonazis tagelang für Schlagzeilen gesorgt, weil sie ein als Flüchtlingsunterkunft vorgesehenes ehemaliges Hotel blockierten. Brachtel gehörte zu denen, die sich den Blockierern entgegenstellten und Gegenproteste organisierten.

Der "Preis für Zivilcourage gegen Rechtsradikalismus, Antisemitismus und Rassismus" wurde zum siebten Mal vom Förderkreis "Denkmal für die ermordeten Juden Europas e.V." und der Jüdischen Gemeinde zu Berlin vergeben. Im Anschluss hatte der Förderkreis zum elften Mal zu einem Spenden-Dinner für die Präsentation der Schicksale im "Raum der Namen" im Holocaust-Denkmal eingeladen. Die traditionelle Tischrede sollte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) halten.

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