Jugendmigrationsdienste beklagen Mittelkürzungen

Jugendmigrationsdienste beklagen Mittelkürzungen
Kirche und Diakonie fordern mehr Geld von der Bundesregierung für Jugendmigrationsdienste, die junge Einwanderer und Flüchtlinge sozialpädagogisch beraten.

Nötig sei eine deutliche Erhöhung der Mittel auf mindestens 60 Millionen Euro, teilten die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe und die Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit am Freitag in Düsseldorf und Stuttgart mit. Tatsächlich sei im aktuellen Haushaltsentwurf der Bundesregierung aber eine Kürzung der Mittel von 50 Millionen Euro in diesem Jahr auf 42 Millionen Euro im Jahr 2017 vorgesehen.

"Angesichts der extrem gestiegenen Beratungszahlen wäre eine Mittelkürzung eine Katastrophe", sagte Manfred Hoffmann, Geschäftsführer des Fachverbandes Migration und Flucht der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe. Zwar sei die Zahl der neu ankommenden Flüchtlinge gesunken, dafür steige die Zahl der Migranten mit Bleibeperspektive. Schon jetzt müssten viele junge Menschen bis zu drei Monate auf einen Termin beim Jugendmigrationsdienst warten. Dabei sei gerade in der Anfangszeit eine enge Begleitung für eine erfolgreiche Integration wichtig.

Die Beratungsstellen sind nach Hoffmanns Worten auch für die sozialpädagogische Begleitung der Menschen zuständig, die Integrationskurse absolvieren. Für diese Kurse stehen den Angaben zufolge allein 2017 mehr als 600 Millionen Euro zur Verfügung. "Hier muss ein Gleichgewicht bei der Bereitstellung von Mitteln für den Unterricht und die Beratung bestehen", forderte Hoffmann. Ohne begleitende Beratung sei auch der Erfolg der Integrationskurse gefährdet.

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