Heinrich Bedford-Strohm drückt seine Trauer über München aus

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm.

Foto: epd-bild/Jürgen Blume

Heinrich Bedford-Strohm, bayerischer Landesbischof und Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Heinrich Bedford-Strohm drückt seine Trauer über München aus
Der Ratsvorsitzende der EKD und Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern saß selbst am Freitagabend in seinem Büro in München fest.

Nach dem Anschlag in München mit insgesamt zehn Toten und 16 Verletzten hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, zur Besonnenheit aufgerufen. "Wir werden niemandem den Triumph gönnen, dass sich Angst, Hysterie oder Rachegefühle ausbreiten", schrieb Bedford-Strohm, der auch bayerischer Landesbischof ist, am Samstag auf seiner Facebook-Seite. Er selbst sei zuallererst von der Trauer über die Opfer und der Anteilnahme für die Angehörigen bewegt. Bedford-Strohm saß nach eigenen Angaben zur Tatzeit aus Sicherheitsgründen in seinem Büro in der Münchner Innenstadt fest. In dieser Zeit habe er Anteilnahme aus aller Welt bekommen. Der Bischof lobte, dass Menschen in München ihre Häuser öffneten, um Passanten Schutz zu geben. Das Engagement und die Öffentlichkeitsarbeit der Polizei erfüllten ihn mit Dankbarkeit.

Bei der Schießerei im Olympia-Einkaufszentrum sind am Freitagabend nach Polizeiangaben neun Menschen getötet und mindestens 16 weitere verletzt worden. Wie der Münchner Polizeipräsident Hubertus Andrä in der Nacht zum Samstag mitteilte, handelt es sich bei dem Schützen um einen 18-jährigen Deutsch-Iraner. Er habe die Tat mit hoher Wahrscheinlichkeit allein begangen. Der mutmaßliche Täter habe sich anschließend selbst getötet. Seine Motive waren zunächst unklar. Die Polizei hatte zunächst von einer "akuten Terrorlage" gesprochen und nach bis zu drei möglichen Tätern gefahndet.