Weltkirchenrat nimmt frühere Apartheidkirche auf

Weltkirchenrat nimmt frühere Apartheidkirche auf
Der Weltkirchenrat hat die frühere Kirche der Apartheid, die Niederländisch-Reformierten in Südafrika, wieder als Mitglied aufgenommen.

Zudem schlossen sich zwei weitere Mitglieder dem Dachverband an. Damit erhöhe sich die Mitgliederzahl auf 348, teilte der Ökumenische Rat der Kirchen am Dienstag in Trondheim mit. Der Zentralausschuss des ÖRK beschloss auf seiner Sitzung in der norwegischen Stadt die Aufnahme der drei Kirchen.

Die Vorsitzende des Zentralausschusses, Agnes Abuom, betonte, dass die Niederländisch-Reformierte Kirche in Südafrika einer der Gründer des Weltkirchenrates im Jahr 1948 war. Aufgrund der offenen Unterstützung des rassistischen weißen Regimes schloss der ÖRK die Kirche 1962 aus. Im Jahr 1986 verurteilte die Niederländisch-Reformierte Kirche alle Formen des Rassismus und öffnete sich für alle Gläubigen. Heute umfasst die im 17. Jahrhundert gegründete Kirche mehr als eine Million Gläubige.

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Philip Potter
Wie kaum ein anderer prägte Philip Potter die ökumenische Bewegung in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Der Mann aus der Karibik war der erste Vertreter des Südens an der Spitze des Weltkirchenrates.

Auch die Blantyre Synod der Church of Central Africa Presbyterian in Malawi mit 1,8 Millionen Gläubigen wurde Mitglied des ÖRK. Zudem öffnete der Dachverband seine Tür für den indischen Council of Baptist Churches in North East India mit 1,2 Millionen Christen.

Insgesamt repräsentieren die ÖRK-Mitglieder über 500 Millionen Christen. Die katholische Kirche ist kein Mitglied des ökumenischen Verbandes mit Sitz in Genf. Die Sitzung des Zentralausschuss in Trondheim sollte am Dienstag zu Ende gehen.