"Sea-Watch" setzt Flugzeug zur Flüchtlingsrettung ein

"Sea-Watch" setzt Flugzeug zur Flüchtlingsrettung ein
Die private Flüchtlingshilfsinitiative "Sea-Watch" will ihren Einsatz im Mittelmeer erweitern. Zur Seenotrettung von Flüchtlingen solle künftig neben Rettungsbooten auch ein Flugzeug zur Luftaufklärung eingesetzt werden, teilte die Initiative am Montag in Berlin mit.

Unter dem Titel "Sea-Watch Air" wollen die Flüchtlingsaktivisten mit der "Humanitarian Pilots Initiative" zusammenarbeiten. Die "katastrophalen Bedingungen für Fliehende" machten eine effizientere Seenotrettung und den Einsatz von Luftüberwachung dringend nötig, hieß es zur Begründung.

Ein Ultraleichtflugzeug wurde nach Angaben der Initiative für das Fliegen über dem Meer ausgerüstet. Operieren wird der Flieger von Tunesien aus. Die Reichweite beträgt rund acht Stunden und bis zu 1.000 Kilometer.

Die Aktivistengruppe um den aus Brandenburg stammenden Initiator Harald Höppner hatte mit der Initiative "Sea-Watch" 2015 damit begonnen, mit einem umgebauten niederländischen Fischkutter von 1917 Flüchtlinge aus Seenot zu retten. Ende des Jahres kam ein weiteres Rettungsboot hinzu. Nach eigenen Angaben haben die Aktivisten bereits mehrere tausend Menschen im Mittelmeer gerettet.

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