Petra Bahr wird neue Regionalbischöfin in Hannover

Die Theologin Petra Bahr (45) bei einer Pressekonferenz in Hamburg.

Foto: epd-bild/Stephan Wallocha

Petra Bahr wurde 2006 die erste Kulturbeauftragte des Rates der EKD, 2014 wechselte sie zur Adenauer-Stiftung.

Petra Bahr wird neue Regionalbischöfin in Hannover
Die ehemalige Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Petra Bahr, wird neue Regionalbischöfin in Hannover. Die 49-jährige Pfarrerin wird Nachfolgerin von Ingrid Spieckermann, die am 12. Juni in den Ruhestand verabschiedet wird, wie ein Sprecher der hannoverschen Landeskirche am Montag mitteilte.

Bahr ist derzeit Leiterin der Hauptabteilung Politik und Beratung bei der Konrad-Adenauer-Stiftung. Ein Termin für ihre Einführung steht noch nicht fest.

Bahr wurde am 29. April 1967 im nordrhein-westfälischen Lüdenscheid geboren. Nach einer journalistischen Ausbildung studierte sie von 1989 bis 1996 evangelische Theologie. Nach einer Tätigkeit in einer Unternehmensberatung war Bahr bis 2005 Referentin für Theologie, Recht und Politik an der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft in Heidelberg. 2006 wurde sie die erste Kulturbeauftragte des Rates der EKD, 2014 wechselte sie zur Adenauer-Stiftung. Sie promovierte über Immanuel Kant und lehrte Religionsphilosophie und Ethik. Die Theologin verfasst Bücher, schreibt für überregionale Zeitungen und ist für mehrere Rundfunksender tätig. Sie ist mit dem Göttinger Juraprofessor Hans Michael Heinig verheiratet, der das Kirchenrechtliche Institut der EKD leitet und an der Georg-August-Universität lehrt.

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Bahr sagte über ihre Wahl, sie freue sich vor allem auf die vielen neuen Menschen: "In der politischen Stiftung habe ich einmal mehr gelernt, wie sehr unser Land und diese Welt in Zeiten tiefer Verunsicherung auf die Zuversicht, die Tatkraft und die Auskunftsfähigkeit von Christinnen und Christen angewiesen sind. Dazu will ich einen Beitrag leisten."

Nach der Kirchenverfassung der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers wird eine Landessuperintendentin vom Kirchensenat auf zehn Jahre gewählt. Derzeit sind zwei der sechs Regionalbischöfe Frauen. In ihrem jeweiligen Sprengel vertreten sie den Landesbischof.

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