Bischofskonferenz kritisiert Österreichs Flüchtlings-Obergrenze

Flüchtlinge auf dem Weg nach Presevo, Serbien.
Foto: dpa/Djordje Savic
Sie haben es immerhin bis nach Serbien geschafft: Flüchtlinge auf dem Weg nach Presevo.
Bischofskonferenz kritisiert Österreichs Flüchtlings-Obergrenze
Die katholische Deutsche Bischofskonferenz hat die Pläne Österreichs kritisiert, eine Obergrenze für die Aufnahme von Flüchtlingen zu schaffen.

Christen dürften nicht zulassen, dass Menschen, die unendliches Leid erfahren hätten und auf Hilfe angewiesen seien, vor verschlossenen Grenzen stünden, sagte der Flüchtlingsbeauftragte der Bischofskonferenz, der Hamburger Erzbischof Stefan Heße, der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitagsausgabe): "Uns ist nicht erkennbar, wie eine Obergrenze umsetzbar sein soll." Dabei müssten das im Grundgesetz verankerte Individualrecht auf Asyl und die Genfer Flüchtlingskonvention berücksichtigt werden, gab Heße zu bedenken. "Europäische Lösungen sind unverzichtbar", betonte er.



Die Regierung in Wien hatte am Mittwoch Richtwerte für den Zuzug von Flüchtlingen  beschlossen: In diesem Jahr sollen demnach maximal 37.500 Migranten aufgenommen werden, im kommenden Jahr 35.000. 2018 liegt die Grenze dann bei 30.000 Asylbewerbern, 2019 schließlich bei 25.000. Was geschieht, wenn die jährlichen Grenzen erreicht werden, ist noch offen.