Notunterkunft in Nauen abgebrannt - Woidke verspricht Null-Toleranz

Notunterkunft in Nauen abgebrannt - Woidke verspricht Null-Toleranz
Nach dem Brand einer geplanten Notunterkunft für Asylbewerber in Nauen hat Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) ein hartes Vorgehen gegen mögliche Brandstifter angekündigt.

"Sollten die Ermittlungen einen fremdenfeindlichen Anschlag belegen, werden Polizei und Justiz in Brandenburg alles daran setzen, der Täter habhaft zu werden und sie einer gerechten Strafe zuzuführen", erklärte Woidke am Dienstag in Potsdam. Dabei versprach er "Null-Toleranz gegenüber jeglicher Form von Fremdenfeindlichkeit".

In der Nacht zu Dienstag war in Nauen die Sporthalle eines Oberstufenzentrums abgebrannt, in der mehrere Hundert Flüchtlinge untergebracht werden sollten. Brandursache dürfte wohl Brandstiftung gewesen sein, ein technischer Defekt sei höchst unwahrscheinlich, sagte eine Polizeisprecherin in Potsdam. Die Feuerwehr war am Vormittag immer noch mit Löscharbeiten beschäftigt, nachdem sie sich entschlossen hatte, die Halle kontrolliert abbrennen zu lassen. Entdeckt wurde der Brand laut Polizei vom Wachschutz gegen 2.30 Uhr Dienstagfrüh.

Der Ministerpräsident appellierte an die Brandenburger: "Setzen Sie Zeichen der Mitmenschlichkeit. Distanzieren Sie sich vom fremdenfeindlichen Mob!" Weiter erklärte Woidke, "ob Ausländerhetze und tätliche Angriffe auf Menschen in Not in Heidenau oder die Verhinderung des Einzugs von Flüchtlingen in Nauen per Brandstiftung, derartige Aktionen sind beschämend und Deutschlands unwürdig".

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