Jamel: Evangelische Kirchengemeinde demonstriert Solidarität

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Jamel: Evangelische Kirchengemeinde demonstriert Solidarität
Den mutmaßlichen Brandstiftern von Jamel ist es nicht gelungen, das Demokratie-Festival "Jamel rockt den Förster" zu vereiteln. Am 28. August beginnt die Konzertreihe. Die örtliche evangelische Gemeinde unterstützt die Veranstalter und organisiert ein Friedensgebet.

Nach dem Brandanschlag auf eine Scheune im mecklenburgischen Jamel zeigt sich die evangelische Kirchengemeinde solidarisch mit der betroffenen Familie Lohmeyer. Der Pastor der Gemeinde Gressow-Friedrichshagen, Dirk Heske, lädt anlässlich des Festivals für Demokratie und Toleranz am 28. August zu einer Friedensandacht im benachbarten Gressow. "Wir wollen zeigen, dass wir als Christen hinter Familie Lohmeyer stehen, deren Engagement gegen Rechtsextremismus und Angst beispielgebend ist", sagte Heske am Dienstag. Die Scheune des Ehepaars Lohmeyer war vergangene Woche mutmaßlich in Brand gesteckt worden.

Heske und der Wismarer Propst Karl-Matthias Siegert hatten sich vor wenigen Tagen selbst ein Bild vor Ort in Jamel gemacht. Sie
hätten dem Ehepaar Lohmeyer ihr Entsetzen ausgedrückt und Solidarität bekundet, sagte Propst Siegert. Er selbst sei seit langem beeindruckt
von ihrem Reden und Tun. Seit Jahren und gegen alle Widerstände trete das Künstlerpaar für Freiheit und Demokratie und gegen rechtes
Gedankengut ein. "Solch klares Engagement braucht unsere Gesellschaft."

Zugleich äußerte Siegert die Hoffnung, dass viele Gäste zum diesjährigen Festival "Jamel rockt den Förster" kommen. Seit 2007 organisieren die Lohmeyers das alljährliche Festival in Jamel. Die beiden Aktivisten wehren sich damit gegen Rechtsradikale, die Jamel zu einem "nationalsozialistisch besiedelten Musterdorf" machen wollten. Auf dem zweitätigen Konzertereignis treten verschiedene Ska-, Rock- und Popbands auf.

Im Fall der ausgebrannten Scheune geht die Staatsanwaltschaft von Brandstiftung aus, weil am Tatort Brandbeschleuniger gefunden wurde. Sie
setzte für Hinweise zur Ermittlung des Täters eine Belohnung in Höhe von 5.000 Euro aus.

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