Pro Asyl: Flüchtlinge in Griechenland kämpfen ums nackte Überleben

Zuflucht in einem verlassen Hotel: Flüchtlinge aus Afghanistan auf der griechischen Insel Kos.

Foto: dpa/Yannis Kolesidis

Zuflucht in einem verlassen Hotel: Flüchtlinge aus Afghanistan auf der griechischen Insel Kos.

Pro Asyl: Flüchtlinge in Griechenland kämpfen ums nackte Überleben
Pro Asyl fordert eindringlich Hilfen für Flüchtlinge in Griechenland. "Hier zeichnet sich eine Katastrophe ab", sagte Pro-Asyl-Geschäftsführer Günter Burkhardt am Freitag im Deutschlandfunk. Für viele Flüchtlinge zum Beispiel auf den Inseln Kos und Lesbos gehe es ums nackte Überleben.

Burkhardt forderte unter anderem, dass ein europäisches Hilfsprogramm aufgelegt wird und auch deutsche Katastrophenhilfeorganisationen eingreifen, um die Menschen mit dem Nötigsten zu versorgen und ihr Überleben zu sichern. Darüber hinaus müsse den Flüchtlingen die Ausreise ermöglicht werden. Die Aufnahme von bis zu 80.000 Menschen in Griechenland sei derzeit unmöglich. Es sei unerträglich zu hören, wie sich "Europa eine abstrakte Debatte um Quoten leistet, aber de facto seit Wochen und Monaten nichts tut".

Die EU-Kommission hatte im Mai unter anderem vorgeschlagen, 40.000 Menschen von Italien und Griechenland aus innerhalb Europas zu verteilen. Allerdings streiten die Mitgliedsstaaten über Aufnahmequoten, was eine Umsetzung dieser Pläne bislang blockiert.

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