CDU und EKD betonen Chancen des Reformationsjubiläums

EKD und CDU sind sich einig: 2017 bietet wichtige Chancen für die Ökumene und Diskussionen über die Bedeutung des Glaubens in der Gesellschaft.

Bei einem Treffen in Berlin haben Spitzenvertreter von CDU und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) die Bedeutung des Reformationsjubiläums 2017 unterstrichen. Beide Seiten seien sich einig, dass das Jahr eine wichtige Gelegenheit biete, stärker über die Bedeutung des Glaubens für die Gesellschaft zu sprechen, teilte die CDU am Donnerstag mit. An dem Treffen am Mittwochabend im Konrad-Adenauer-Haus nahmen die Parteivorsitzende und Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm teil.

Beide sehen im Reformationsjubiläum auch Chancen für die Ökumene, "weil Protestanten und Katholiken deutlich machen könnten, was sie verbindet", hieß es weiter. 2017 jährt sich der legendäre Thesenanschlag Martin Luthers zum 500. Mal. Das Ereignis gilt als Beginn der Kirchenreformation.

Weitere Gesprächsthemen waren nach CDU-Angaben die Flüchtlingspolitik und die aktuelle Debatte über Sterbehilfe. In dieser Diskussion müsse es darum gehen, die Ängste vieler Menschen vor einem Tod voller Leiden und Einsamkeit aufzugreifen, hieß es. Die Vertreter der CDU hätten deutlich gemacht, dass sie im Bundestag ein Verbot der geschäftsmäßigen Suizidbeihilfe erreichen wollen. Diese Position unterstützt auch die evangelische Kirche. Der Rat der EKD trifft sich regelmäßig mit den Spitzen der im Bundestag vertretenen Parteien.