Altkanzler Schmidt erwartet mehr Konflikte in islamischer Welt

Altkanzler Schmidt erwartet mehr Konflikte in islamischer Welt
Altbundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) rechnet mit einer Zunahme der Konflikte in der islamischen Welt.

"Innerhalb der muslimischen Gesellschaften gibt es heftige, größtenteils blutige Kämpfe. Dort geht es weniger um den Glauben, auch nicht um Territorien - es geht um Macht. Und diese Machtkämpfe werden zunehmen und sich ausweiten", sagte Schmidt der "Bild"-Zeitung (Samstagsausgabe). Solche Konflikte könnten möglicherweise aus muslimischen oder schwarzafrikanischen Ländern auch nach Europa getragen werden, warnte der 96-jährige Schmidt.

"Heute gibt es auf der Welt etwa gleich viele Muslime wie Christen. Die muslimischen Gesellschaften werden sich jedoch bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts noch einmal deutlich vergrößert haben und die christlichen Nationen deutlich überragen", erklärte der Altkanzler. Die Bedeutung Europas unter den Weltmächten werde bis 2050 weiter abnehmen: "Unser christlich geprägter Kontinent schrumpft zahlenmäßig seit Jahrzehnten", konstatierte Schmidt.

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