Volksinitiative für Gottesbezug knapp vor Etappensieg

Volksinitiative für Gottesbezug knapp vor Etappensieg
Einen Gottesbezug in die Landesverfassung bringen, das will eine Initiative in Schleswig-Holstein erreichen. Die 20.000 notwendigen Unterschriften bekommt die Inititative offenbar schon Monate vor Ablauf der Frist zusammen.

Die Volksinitiative für die Aufnahme eines Gottesbezuges in die Landesverfassung Schleswig-Holsteins steht kurz vor dem ersten Etappensieg. Acht Wochen nach dem Start liegen bereits 17.000 der erforderlichen 20.000 Unterschriften vor, wie die Initiative am Freitag in Kiel mitteilte. Dabei hätte die Kampagne insgesamt ein Jahr lang Zeit zum Sammeln.

Ein gesellschaftliches Bündnis hatte Anfang März die Volksinitiative für den Gottesbezug gestartet. Zu den Initiatoren gehören neben den beiden früheren Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen (CDU) und Björn Engholm (SPD) auch Vertreter der Nordkirche, des Erzbistums, der Schura (Islamische Religionsgemeinschaft Schleswig-Holstein) und des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden.

Erhält die Volksinitiative mehr als 20.000 Unterschriften muss sich der Landtag erneut mit der Aufnahme eines Gottesbezuges in die Landesverfassung beschäftigen. Im Herbst 2014 hatte es dafür keine Mehrheit im Parlament gegeben. Lehnt der Landtag die Initiative ab, müssten 80.000 Unterschriften für ein Volksbegehren gesammelt werden. Kommt es dann zum Volksentscheid, müssen mehr als 1,1 Millionen Schleswig-Holsteiner für das Anliegen stimmen.

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