Zwei Verletzte nach Osterprozessionen in Sachsen

Zwei Verletzte nach Osterprozessionen in Sachsen
Bei den traditionellen sorbischen Osterprozessionen am Sonntag in Sachsen sind zwei Reiter verletzt worden.

Wie die Polizei am Montag in Görlitz mitteilte, fiel ein 22-Jähriger von seinem Pferd, als es scheute. Ein 48-jähriger Reiter musste den Angaben zufolge ins Krankenhaus gebracht werden, nachdem das vor ihm laufende Pferd nach hinten ausschlug und ihn dabei traf. Nach Polizeiangaben waren 34 Beamte im Einsatz, um die Prozessionen abzusichern.

Insgesamt kamen rund 25.000 Menschen, um sich auf den verschiedenen Strecken die Osterreiter anzusehen. Knapp 1.100 mit Gehrock und Zylinder bekleidete Reiter waren unterwegs. Die Männer überbringen nach sorbischer Tradition die Osterbotschaft von der Auferstehung Jesu.

Bereits Ende des 15. Jahrhunderts fanden zwischen Hoyerswerda und Wittichenau solche Prozessionen statt. Die Wurzeln dieses Brauchs reichen wahrscheinlich bis in vorchristliche Zeiten zurück. Durch Feldumritte glaubte man, die jungen Saaten vor der Missgunst des Bösen schützen zu können. Unter dem Einfluss des Christentums wandelten sich die Ritte wohl in christliche Prozessionen.

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