Steinmeier besorgt über Lage der verschleppten Christen in Syrien

Steinmeier besorgt über Lage der verschleppten Christen in Syrien
Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat sich beunruhigt über die Lage der entführten Christen in Syrien geäußert.

Die Nachrichten über die Verschleppung Hunderter assyrischer Christen durch Terroristen des "Islamischen Staates" (IS) erfüllten ihn "mit größter Sorge", sagte Steinmeier am Donnerstag in Berlin. "Wir müssen uns mit aller Kraft dafür einsetzen, dass sie bald wieder in Freiheit leben können", sagte er. Nach Angaben des Auswärtigen Amts wurden am Montag in der syrischen Provinz Hassaka im Nordosten des Landes mindestens 200 Christen verschleppt und damit mehr als bislang angenommen.

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Das Ministerium beruft sich dabei auf Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte und übereinstimmende Medienberichte. Der rücksichtslose Angriff auf assyrische Dörfer, die Entführung von so vielen Menschen sowie die Zerstörung und Entweihung religiöser Stätten zeige erneut "das barbarische und menschenverachtende Vorgehen dieser Terrorgruppe", sagte Steinmeier.

Für Entsetzen sorgten kürzlich auch Videoaufnahmen, die die Ermordung von koptischen Christen durch die Terrorgruppe in Libyen zeigen. Die Bundesregierung hatte diese Taten als "widerwärtig" verurteilt und die IS-Anhänger als "sadistische Verbrecher" bezeichnet.

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