Bedford-Strohm besucht abgebrannte St. Marthakirche in Nürnberg

Bedford-Strohm besucht abgebrannte St. Marthakirche in Nürnberg
Der EKD-Ratsvorsitzende und bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm hat am Samstag die Ruine der abgebrannten St. Marthakirche in Nürnberg besichtigt. Er bestärkte er die reformierte Gemeinde in ihren Plänen, nach dem Wiederaufbau in St. Martha eine Vesperkirche anzubieten. Diese Überlegung finde er gut, sagte Bedford-Strohm. Denn er sei für eine Kirche, in der jeder willkommen sei, "die auf alle zugeht und ausstrahlt, wovon sie spricht". Vesperkirchen bieten Speisen, aber mitunter auch Beratung und medizinische Betreuung für Bedürftige an.

"Die Kirchen müssen heute zusammenwirken, um das Evangelium kraftvoll und einladend zu verkündigen", erklärte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).  Der Lutheraner hob zugleich die gute Zusammenarbeit von reformierten Christen und evangelisch-lutherischer Landeskirche in Bayern hervor. Der Gemeindepfarrer von St. Martha, Dieter Krabbe, berichtete dem Gast von der enormen Spendenbereitschaft für den Wiederaufbau der reformierten Kirche. Insgesamt seien seit dem Brand im Juni 2014 rund 200.000 Euro Spenden eingegangen. Darunter seien Erlöse von Konzerten in Norddeutschland ebenso wie eine Weihnachtsspende des Schaustellerverbands. Die Gesellschaft spüre intuitiv, dass eine Kirche der Stadt eine Seele gebe, erklärte Bedford-Strohm die große Solidarität.

Die 600 Jahre alte St. Marthakirche im Herzen der Stadt Nürnberg war Anfang Juni völlig ausgebrannt. Mit Bedford-Strohm war zum zweiten Mal innerhalb einer Woche hoher Besuch auf der Baustelle. Am Montag war Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier zu Gast. Der SPD-Politiker ist selbst Mitglied der reformierten Kirche.

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