Prozess gegen mutmaßliche IS-Unterstützer in Düsseldorf gestartet

Prozess gegen mutmaßliche IS-Unterstützer in Düsseldorf gestartet
Vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht hat am Mittwoch der Prozess gegen drei mutmaßliche Unterstützer der Miliz "Islamischer Staat" (IS) begonnen.

Den drei Angeklagten drohen jeweils bis zu zehn Jahre Haft wegen Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung. Am Mittwoch wurden zunächst die Anklage verlesen und die Personalien festgestellt, ein Urteil wird voraussichtlich erst im April fallen.


Die Angeklagte Deutsch-Polin Karolina R. aus Bonn ist nach Angaben des Generalbundesanwalts nach islamischem Recht mit dem IS-Mitglied Fared S. verheiratet. Sie soll ihm zwischen Oktober 2013 und Februar 2014 mehrere Tausend Euro und Kameras für Propagandavideos nach Syrien geschickt haben. Einmal soll die heute 25-Jährige dafür selbst in das Bürgerkriegsland gereist sein. In zwei Fällen sollen die beiden Mitangeklagten, der 22-jährige Ahmed-Sadiq M. und die ebenfalls 22-jährige Jennifer M., die zuvor Geld für den IS gesammelt haben sollen, ihr geholfen haben.

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