Naturschutzring warnt vor Wiedererstarken von Kohle und Atomkraft

Naturschutzring warnt vor Wiedererstarken von Kohle und Atomkraft
Der scheidende Generalsekretär des Deutschen Naturschutzrings, Helmut Röscheisen, befürchtet ein Wiedererstarken alter Energieformen.

"Die Gegenwehr der Energiekonzerne ist nicht nur bei der Kohle, sondern auch beim Atomstrom massiv", sagte Röscheisen der "Frankfurter Rundschau" (Montagsausgabe). Dies zeigten unter anderem die Klagen von Unternehmen gegen den Atomausstieg.

Auch bei den Rückstellungen für Abbau und Entsorgung der Kernkraftwerke sei das Verhalten der Konzerne "schäbig", fügte Röscheisen hinzu. "Und es scheint, die Bundesregierung knickt mal wieder ein." Die von Umweltverbänden seit langem geforderte Überführung der insgesamt 37 Milliarden Euro Rückstellungen in einen öffentlichen Fonds sei nach wie vor offen.

Um gegen die Macht umweltbelastender Konzerne vorzugehen, müsse die Umweltbewegung "kampagnenfähiger werden", forderte Röscheisen, der 35 Jahre lang den Deutschen Naturschutzring mitprägte. Dem Druck von einseitigen Wirtschaftsinteressen müsse die öffentliche Meinung entgegengesetzt werden. Beim Atomausstieg nach dem Unfall im Kernkraftwerk Fukushima sei dies beispielhaft gelungen. "Und auch beim transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP gibt es angesichts des breiten und weiter wachsenden Widerstandes die Hoffnung, dass es gestoppt oder zumindest deutlich entschärft werden kann. Ohne Konfrontation geht das nicht."

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