Papst empfängt Spitzenvertreter der deutschen Lutheraner

Deutsche Lutheraner zu Gespraechen in Rom

Foto: epd/Cristian Gennari

Der Praesident des Paepstlichen Rates zur Foerderung der Einheit der Christen, Kardinal Kurt Koch (l.), und der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Nordkirchen-Bischof Gerhard Ulrich.

Papst empfängt Spitzenvertreter der deutschen Lutheraner
Papst Franziskus hat am Donnerstag Spitzenvertreter der deutschen Lutheraner in Privataudienz empfangen.

"Wir sind nahe beieinander", sagte der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands, Gerhard Ulrich, bei der Begegnung mit dem katholischen Kirchenoberhaupt. Ulrich wurde unter anderem begleitet von dem lutherischen Catholica-Beauftragten, Landesbischof Karl-Hinrich Manzke, und dem katholischen Bischof von Magdeburg und Ökumene-Experten Gerhard Feige.

Im Hinblick auf das Reformationsjubiläum sagte Bischof Ulrich, für die Lutheraner sei klar, "dass wir diesen Weg auf das Gedenkjahr 2017 hin nur zusammen mit der römisch-katholischen Kirche gehen können". Er regte in diesem Zusammenhang an, beide Kirchen sollten weitere verbindliche Schritte und Vereinbarungen anstreben. So könnte etwa ab 2017 eine "Gemeinsame Erklärung zu Kirche, Eucharistie und Amt" vorbereitet werden, die der vatikanische "Ökumene-Minister", Kardinal Kurt Koch, ins Gespräch gebracht hatte.

Die Delegation der deutschen Lutheraner hält sich seit Sonntag in Rom auf. Auf dem Programm standen unter anderem Gespräche mit Präsident Koch vom Päpstlichen Rat für die Einheit der Christen, sowie dem Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Ludwig Müller. Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands ist der Zusammenschluss von sieben lutherischen Landeskirchen mit zusammen rund 9,5 Millionen Gläubigen.

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