WHO: Mehr als 580.000 Malaria-Tote 2013

Foto: epd-bild/ Sebastian Bolesch
WHO: Mehr als 580.000 Malaria-Tote 2013
Mehr als 580.000 Menschen sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation im Jahr 2013 an Malaria gestorben.

Rund neun von zehn Todesfällen seien in Afrika aufgetreten, teilte die WHO in ihrem am Dienstag in Genf erschienenen Welt-Malaria-Report mit.

Die Malaria bedroht den Angaben zufolge vor allem Kinder. In Afrika seien 2013 fast 440.000 Mädchen und Jungen unter fünf Jahren an der heilbaren Krankheit gestorben. Weltweit seien im vergangenen Jahr rund 198 Millionen Malaria-Fälle zu verzeichnen gewesen.

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Nach WHO-Angaben ging die Todesrate bei Malaria-Infizierten global von 2000 bis 2013 um fast die Hälfte zurück. Der schon seit Jahren zu beobachtende Rückgang sei mit verbesserter Vorbeugung, Diagnose und Behandlung zu erklären.

So habe 2013 fast die Hälfte der gefährdeten Menschen in den Ländern Afrikas südlich der Sahara Zugang zu Moskitonetzen gehabt. Die Netze, die mit Insektiziden behandelt sind, sollen vor einer Ansteckung schützen. Im Jahr 2004 hätten nur drei Prozent der Menschen in diesen Ländern die Schutz-Netze zur Verfügung gehabt.

Zudem seien in den vergangenen Jahren immer mehr Test-Einheiten zur Erkennung der Malaria und auch immer mehr Kombinationspräparate auf Grundlage des pflanzlichen Wirkstoffs Artemisinin produziert worden.

Malaria wird durch Plasmodium-Parasiten ausgelöst, die durch Stiche der weiblichen Anopheles-Mücken übertragen werden. Eine Schutzimpfung gibt es bisher nicht. Wirkstoffe werden aber getestet.

Typische Symptome der Malaria sind schwere Fieberschübe, Krämpfe sowie Magen- und Darmbeschwerden. In schweren Fällen treten Hirnschäden oder Blutarmut (Anämie) auf. Ohne schnelle Behandlung verläuft sie oft tödlich.