Entwicklungsminister fordert Umdenken beim Konsum

Entwicklungsminister fordert Umdenken beim Konsum
Der CSU-Politiker präsentierte in Berlin eine "Zukunftscharta", die als Grundlage für eine nachhaltigere Politik dienen soll. Seine Botschaft: Jeder Bürger muss dazu beitragen, verantwortungsvoller mit den Ressourcen umzugehen.

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat einen Paradigmenwechsel im Alltag hin zu mehr nachhaltigem Konsum gefordert. "Wir werden gemeinsam untergehen oder gemeinsam überleben", sagte er am Freitag in Berlin. Gebraucht werde eine "Nachhaltigkeit von unten", in der nicht mehr so viele Lebensmittel weggeworfen werden. Jeder müsse darauf achten, welche Kleidung er trägt und wie viel Abgase sein Auto ausstößt, sagte Müller.

Der Minister präsentierte eine im Dialog mit der Zivilgesellschaft erarbeitete "Zukunftscharta", die Grundlage nachhaltiger Politik werden soll. Für den 24. November plant das Ministerium dazu ein "Zukunftsforum" in Berlin, zu dem mehrere weitere Minister und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erwartet werden.

Rund 100 Organisationen haben sich an der Erarbeitung der Zukunftscharta in den vergangenen Monaten beteiligt. Zudem waren Bürger aufgerufen, im Online-Dialog ihre Meinung zu sagen. Laut Müller gingen rund 1.500 Beiträge ein. Die Charta stellt Thesen auf, wie dem Klimawandel, dem Hunger und internationalen Krisen begegnet werden kann.

Die "Zukunftscharta" soll beitragen zur Formulierung der internationalen Nachhaltigkeitsziele, die nach 2015 an die sogenannten Millenniumsentwicklungsziele der Staatengemeinschaft anschließen sollen. Zentrale Themen sind die Überwindung des Hungers, die Bekämpfung von Krankheiten sowie mehr Bildungschanchen, Verteilungsgerechtigkeit, Umwelt- und Ressourcenschutz.

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