Pfleger in Mali stirbt an Ebola - deutsches Behandlungszentrum vor Eröffnung

Pfleger in Mali stirbt an Ebola - deutsches Behandlungszentrum vor Eröffnung
Der Mann ist das zweite Opfer, das der Seuche in dem Land erliegt. Offenbar hat er sich beim einem Patientin in GGuinea angesteckt. In Liberia steht die Eröffnung eines deutschen Behandlungszentrums kurz bevor.

Mit der Entsendung von weiteren Helfern nach Westafrika an diesem Donnerstag rückt die Eröffnung des deutschen Ebola-Behandlungszentrums in Liberia in greifbare Nähe. Die Inbetriebnahme stehe kurz bevor, teilte das Rote Kreuz in Berlin mit. Nach der Ausreise von vier weiteren DRK-Freiwilligen und fünf Bundeswehrsoldaten sind dann fast 30 deutsche Helfer vor Ort.

Das DRK wird das Behandlungszentrum in der Hauptstadt Monrovia mit Unterstützung der Bundeswehr betreiben. Es braucht aber weitere Freiwillige, um den Einsatz in den kommenden Monaten gewährleisten zu können. Gesucht werden Ärzte, Krankenschwestern, Logistiker, Gesundheits- und Krankenhausmanager sowie Experten in Wasser und Hygiene.

Bislang wurden in Sierra Leone, Liberia und Guinea bereits mehr als 13.000 Ebola-Fälle erfasst, rund 5.000 Menschen erlagen der Krankheit. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht allerdings von einer weit höheren Dunkelziffer aus.

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In Mali starb unterdessen nach einem zweijährigen Kind auch ein Krankenpfleger an Ebola. Der Pfleger hatte in einem privaten Krankenhaus in der Hauptstadt Bamako gearbeitet, wie ein malischer Regierungssprecher am Mittwoch bestätigte. Ende Oktober war in dem westafrikanischen Land bereits ein Kind, das sich in Guinea angesteckt hatte, der gefährlichen Krankheit erlegen. Zwischen beiden Fälle gibt es offenbar keine Verbindungen.

Die Pasteur-Klinik in Bamako wurde unter Quarantäne gestellt und bewacht. Dort hatte der Krankenpfleger einen an Ebola erkrankten Patienten aus Guinea behandelt, der inzwischen verstorben ist. Es gilt als wahrscheinlich, dass der Pfleger sich dabei infiziert hat.

Die malische Regierung rief die Bevölkerung auf, Ruhe zu bewahren. Es gehe jetzt darum, alle Kontakte des Verstorbenen ausfindig zu machen. Im Fall der verstorbenen Zweijährigen waren einhundert Menschen unter Quarantäne gestellt worden. Keiner von ihnen hat bislang Ebola-Symptome gezeigt.

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