Neuer Direktor des Jüdischen Museums Berlin tritt sein Amt an

Neuer Direktor des Jüdischen Museums Berlin tritt sein Amt an
Der 70-jährige Judaist und Religionswissenschaftler Peter Schäfer tritt am Montag offiziell sein Amt als neuer Direktor des Jüdischen Museums Berlin an.

Sein Vorgänger, der 88-jährige W. Michael Blumenthal, stand seit 1997 an der Spitze des Hauses und wird dem Museum weiterhin in beratender Funktion zur Verfügung stehen. Der frühere US-Finanzminister verhalf dem 2001 eröffneten Museum zu weltweitem Ansehen und scheidet auf eigenen Wunsch aus dem Amt. Offiziell verabschiedet wird Blumenthal am Dienstag von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU).


Sein Nachfolger Peter Schäfer ist selbst kein Jude, gilt aber als einer der führenden Judaisten für die Zeit der Antike und des frühen Mittelalters. 1943 in Mülheim an der Ruhr geboren, studierte er katholische Theologie, Judaistik und Philosophie in Bonn, Freiburg und Jerusalem. Der fließend Englisch, Hebräisch und Aramäisch sprechende Schäfer hatte seit 2003 eine Professur für jüdische Studien an der Princeton University im US-Bundesstaat New Jersey inne. Dort lernten sich Schäfer und der 1926 in Oranienburg geborene und vor den Nazis geflüchtete Blumenthal auch kennen.

Das Jüdische Museum Berlin ist das größte Museum seiner Art Europas. Es zählt jährlich mehrere Hunderttausend Besucher. Finanziert wird über es über eine bundeseigene Stiftung, die jährlich mit 13 Millionen Euro aus dem Etat der Kulturstaatsministerin gefördert wird.

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