Kanada bietet Westafrika experimentellen Ebola-Impfstoff an

Kanada bietet Westafrika experimentellen Ebola-Impfstoff an
Für den Kampf gegen die tödliche Ebola-Epidemie in Westafrika bietet Kanada den betroffenen Ländern einen Impfstoff an, der sich noch in der Erprobungsphase befindet.

Wie der kanadische Fernsehsender CBC am Dienstag (Ortszeit) berichtete, reagierte Gesundheitsministerin Rona Ambrose damit auf die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), auch bislang nicht zugelassene Medikamente gegen die Infektion einzusetzen. Ambrose bot den Impfstoff in einem Telefonat der WHO-Chefin Margaret Chan an. Bisher starben mehr als 1.000 Menschen in Westafrika an Ebola.

Kanada kann 1.000 Dosen des Impfstoffs namens VSV-EBOV liefern. Sie sollen dem Bericht zufolge vor allem dem Ärzte- und Pflegepersonal in Guinea, Liberia und Sierra Leone angeboten werden, bei dem das Ansteckungsrisiko besonders hoch ist. Nach Angaben der WHO haben sich bislang mehr als 170 Krankenschwestern, Pfleger, Ärzte und Ärztinnen angesteckt. Mindestens 81 von ihnen sind nach WHO-Angaben an der Krankheit gestorben.

Insgesamt hatte die WHO bis 9. August 1.848 Infizierte gezählt, von denen 1.013 Menschen starben. Nach Angaben der nigerianischen Zeitung "This Day" starb unterdessen ein dritter Ebola-Patient in Nigeria, der in der WHO-Stastistik noch nicht erfasst ist.

Die US-Regierung und die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hatten zuvor schon beschlossen, Liberia ein an Menschen noch nicht getestetes Ebola-Medikament zur Verfügung zu stellen. Der Antikörper-Cocktail mit dem Namen ZMapp wurde bisher nur an Affen getestet und existiert auch nur in begrenzten Mengen. Der Hersteller, die kalifornische Firma Mapp Biopharmaceutical, wird Liberia das Mittel nach Berichten des britischen Senders BBC kostenlos zur Verfügung stellen. Zwei Ebola-kranke US-Amerikaner, die das Serum bekamen, zeigten Zeichen der Besserung. Ein 75-jähriger spanischer Priester starb aber trotz der Einnahme.
 

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