Integrationsminister: Kampf gegen Antisemitismus braucht langen Atem

Integrationsminister: Kampf gegen Antisemitismus braucht langen Atem
Im Kampf gegen den Antisemitismus müssen Politik und Gesellschaft nach Ansicht des nordrhein-westfälischen Integrationsministers Guntram Schneider einen "langen Atem" beweisen.

In den Schulen und bei der Ausbildung junger Menschen müsse darüber informiert werden, mit welchen Vorurteilen und Klischees der Antisemitismus arbeite, sagte der SPD-Politiker am Dienstagabend bei einem Besuch der Synagoge in Wuppertal-Barmen. Auf das jüdische Gotteshaus war in der Nacht zum 29. Juli ein Brandanschlag verübt worden.


Es sei eine Schande, dass Synagogen und andere Treffpunkte jüdischen Lebens in Deutschland permanent bewacht werden müssten, sagte Schneider. Der Brandanschlag habe ihn sehr betroffen gemacht. Dieser Vorfall zeige, "wie fragil jüdisches Leben in Deutschland ist".

Der aus Wuppertal stammende DGB-Chef Reiner Hoffmann, der Schneider bei dem Besuch in der Synagoge begleitete, wies darauf hin, dass gerade junge Menschen "für rechtsradikale und antisemitische Parolen enmpfänglich sind". Deshalb sei es wichtig, ihnen Perspektiven zu geben, um "vernünftig zu leben".

Die Polizei hatte nach dem Anschlag zwei junge Männer als Tatverdächtige festgenommen, nach mindestens einem weiteren Verdächtigen wird noch gefahndet. Bei den Festgenommenen handelt es sich vermutlich um einen Palästinenser und einen Syrer. Menschen wurden bei dem Anschlag nicht verletzt, es entstand aber Sachschaden.

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