1. August: Schweigeminute zum Gedenken an Ersten Weltkrieg

1. August: Schweigeminute zum Gedenken an Ersten Weltkrieg
Der Rat der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) ruft für Freitag, den 1. August, 12 Uhr, alle Menschen in Europa zu einer Schweigeminute auf.

Mit der Aktion will die GEKE an die Opfer des Krieges erinnern, der Anfang August 1914 begann. Millionen Menschen, Soldaten und Zivilpersonen seien dem Krieg zum Opfer gefallen, indem sie starben oder indem ihr Leben zerstört wurde, so die Kirchengemeinschaft. Die Schweigeminute an diesem Freitag um 12 Uhr solle ein "sichtbares Zeichen europäischen Erinnerns" sein.

Die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa greift auch die Rolle evangelischer Kirchen und Theologen in der damaligen Zeit kritisch auf und hält fest: "Gott und Krieg wurden in einen positiven Zusammenhang gesetzt." Der Kriegsausbruch sei überwiegend begrüßt und als "gerechter Krieg" theologisch zu legitimieren versucht worden. Stimmen, die zum Frieden mahnten, seien überhört worden. Folgen des Krieges seien heute noch präsent und einige Konflikte immer noch ungelöst. Das Erinnerungsjahr 2014 könne die Möglichkeit für Kirchen und Gesellschaften eröffnen, miteinander Wege des Erinnerns, Erzählens und Zuhörens zu gehen und so einen Beitrag zur Versöhnung zu leisten.

Für Sonntag, den 3. August, 10.30 Uhr, laden die GEKE, die Union des Églises protestantes d'Alsace et de Lorraine (UEPAL) und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) zu einem europäischen Gedenkgottesdienst im elsässischen Gunsbach ein. 

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