Theologe: Holocaust-Überlebende entsetzt über Hassparolen

Theologe: Holocaust-Überlebende entsetzt über Hassparolen
Mit einem Solidaritätsschreiben hat sich die Evangelische Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau an den Zentralrat der Juden und Israelitische Kultusgemeinden in Bayern gewandt.

Damit wolle man "angemessen auf die hasserfüllten, volksverhetzenden und antisemitischen Parolen und Übergriffe am Rande von 'Pro-Gaza'-Demos reagieren", teilte Gedenkstätten-Pfarrer Björn Mensing mit.

Letzter Anlass für die Solidaritätsadresse sei die "schockierende Wirkung", die Hassparolen und antisemitische Übergriffe auf Holocaust-Überlebende hätten. Als Beispiel nennt Mensing die 92-jährige Münchnerin Ruth Meros. Sie hatte das KZ Dachau überlebt, emigrierte nach dem Zweiten Weltkrieg nach Israel und kehrte 1963 nach München zurück. In den vergangenen Jahrzehnten habe sie keine Angst gehabt, doch das habe sich durch Hassparolen bei Demonstrationen in deutschen Städten verändert.

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