Rheinische Kirche trauert um früheren Mainzer Minister Martin

Rheinische Kirche trauert um früheren Mainzer Minister Martin
Die Evangelische Kirche im Rheinland hat den verstorbenen rheinland-pfälzischen Landesminister Albrecht Martin (CDU) als prägende Gestalt der Landeskirche gewürdigt.

"Unsere Kirche verdankt ihm viel, denn er setzte sich viele Jahrzehnte lang in der Politik und Öffentlichkeit für eine christliche Ethik ein", sagte Präses Manfred Rekowski. Der frühere CDU-Abgeordnete, Landtagspräsident und Landesminister, der sich über mehrere Jahrzehnte hinweg in verschiedenen kirchlichen Ämtern engagiert hatte, war am Dienstag im Alter von 87 Jahren gestorben.

Rekowski erinnerte an Martins rhetorische Begabung, seine Kompromissfähigkeit und sein Engagement für die deutsche Wiedervereinigung. "Mit Albrecht Martin verliert Rheinland-Pfalz einen hoch geachteten Politiker, der aus christlicher Verantwortung und christlichem Verständnis heraus für das Land wirkte", würdigte Landtagspräsident Joachim Mertes (SPD) den gebürtigen Bad Kreuznacher.

Martin gehörte mehr als 30 Jahre der rheinischen Kirchensynode an und war von 1985 bis 1996 Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). In den 1990er Jahren arbeitete er als nebenamtliches Mitglied in der rheinischen Kirchenleitung. Darüber hinaus war Martin als Nachfolger von Roman Herzog von 1984 bis 1990 Bundesvorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU. In Rheinland-Pfalz hatte er von 1974 bis 1985 das Amt des Landtagspräsidenten inne, danach gehörte er als Minister für Bundesangelegenheiten der Regierung von Bernard Vogel (CDU) an.

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