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Brot für die Welt - Plakate für die Würde

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Brot für die Welt - Plakate für die Würde
Auftakt zur 61. Aktion
60 jahre Brot für die Welt Aktionsplakate (links 1959, rechts 1965)

Brot für die Welt

60 jahre Brot für die Welt Aktionsplakate (links 1959, rechts 1965)

Brot für die Welt

Advent 1959: Die evangelischen Landes- und Freikirchen rufen erstmals zu Spenden für notleidende Menschen in armen Ländern auf. Das Motto der Aktion: Brot für die Welt. Zunächst als einmalige Aktion gedacht, gingen am Ende so viele Spenden ein - 19 Millionen Mark - dass sie weitergeführt wird. Das zentrale Motiv der ersten Aktion ist die sogenannte "Hungerhand". Grafiker Rudi Wagner zeigt den abgemagerten Arm eines hungernden Menschen, der verzweifelt nach
Hilfe greift. Mit Bildern von Leid, Hunger und Not sollte vor allem unser Mitgefühl geweckt werden. Kritische Stimmen bemängeln bald, dass diese Art der Darstellung - leidend und passiv - die <a href=https://chrismon.evangelisch.de/ausgabe/chrismon-spezial-brot-fuer-die-welt-41763>Menschenwürde</a> verletze.

60 jahre Brot für die Welt Aktionsplakate (links 1970, rechts 1970)

Brot für die Welt

1966 wird Indien von einer Dürre erfasst und Hunderttausende sind vom Hungertod bedroht. Es zeigt sich, dass Hilfe in diesem Umfang nur mit Partnern vor Ort geleistet werden kann. Man denkt um: Nicht
mehr Mitleid, sondern Solidarität steht nun
im Vordergrund. Hilfsprojekte sollen nicht nur kurzfristig die Not bekämpfen, sondern in langfristiger partnerschaftlicher Zusammenarbeit unterstützen. Auf dem Plakat "Den Frieden entwickeln" legen sich die Hände eines Bauern schützend um eine junge Pflanze. Dies symbolisiert die Arbeit von Brot fur die Welt und seiner Partner sowie die politische Aufbruchsstimmung
in den 1970er Jahren. Auch die Kampagne "Öffnet die Faust" ruft zu Frieden und
Versöhnung auf. Doch das Bild der geballten Faust als Symbol fur Unterdrückung und Widerstand stößt auch auf Kritik. Darf Kirche sich so kämpferisch zeigen?

60 jahre Brot für die Welt Aktionsplakate (rechts 1989)

Brot für die Welt

Wer profitiert vom Wachstum? Diese Frage wird aufgrund der weltweiten wirtschaftlichen Verflechtungen ab den 80er Jahren immer wichtiger. Das Plakat "Hunger durch Überfluss?" stellt einen Zusammenhang
zwischen dem Hunger in den Ländern des
Südens und dem Überfluss in den Industrienationen her. Auch das Plakat "Den Armen Gerechtigkeit" macht auf die ungerechte Verteilung von Ressourcen aufmerksam. Das Motiv zeigt einen Kranz aus Ähren und Dornen, der die Nord- und die Südhalbkugel symbolisiert. Die nördliche Hälfte schwelgt im Überfluss, die südliche Hälfte hungert.

Brot für die Welt Aktionsplakate (links 1993, rechts 1998)

Brot für die Welt

"Nach uns die Sintflut?" Mit diesem Plakat weist Brot für die Welt darauf hin, dass die konsumorientierte Lebensweise der Industrienationen zu Ungerechtigkeit und Armut führt. Mit dem Aktionsplakat "Gebt den Kindern eine Chance" ruft Brot für die Welt gemeinsam mit MISEREOR, terre des hommes und Unicef zum Kampf gegen Kinderarbeit
auf. Das Rugmark-Siegel entsteht. Es weist Teppiche aus, die ohne Kinderarbeit geknüpft wurden. Die Zahl der in indischen Teppichmanufakturen arbeitenden Kinder geht
aufgrund der Kampagne und des Einsatzes von Nobelpreisträger Kailash Satyarthi deutlich zurück. 1992 gründet Brot für die Welt gemeinsam mit anderen Organisationen die Initiative TransFair, die das Fairtrade-
Siegel für fair gehandelte Produkte vergibt.

Brot für die Welt Aktionsplakate (beide 2008)

Brot für die Welt

Nicht mehr Nord und Süd, sondern Eine Welt: Die Entwicklungszusammenarbeit wandelt sich. Der Klimawandel, Kriege, Flucht oder der Raubbau an den natürlichen Ressourcen
betreffen alle Menschen auf der Welt. In der Bildsprache wird nach einem zeitgemäßen und angemessenen Ausdruck für partnerschaftliche und gleichberechtigte Beziehungen in der Einen Welt gesucht. Bei dem Plakat "Es ist genug für alle da" symbolisieren Stäbchen, Messer, Gabel und Löffel das gleichberechtigte Miteinander
aller Menschen. Das Besteck bildet ein Kreuz und steht für die christliche Nächstenliebe.
Das Plakatmotiv "Weniger ist leer" fasst in sehr reduzierter Form ein Kernanliegen von Brot für die Welt zusammen: Viele Menschen haben gerade genug, um zu überleben, doch nicht genug, um in Würde zu leben.

60 jahre Brot für die Welt Aktionsplakate (links 2012, rechts 2015)

Brot für die Welt

Nachhaltigkeit ist das Wort der Stunde: Brot für die Welt greift dies mit seinem Plakat "Verschwenden beenden" auf und zeigt damit: Jeder kann etwas verändern, wenn er seinen Lebensstil ändert. Die Werbekampagne "Würde für den Menschen" stellt die Frage: Was muss passieren, damit auch arme und benachteiligte
Menschen ein Leben in Würde führen können?
Neben Hilfe zur Selbsthilfe braucht es staatliche Strukturen, die Menschenrechte schützen und Chancen auf bessere Lebensbedingungen eröffnen. Eines der Motive ist die "Würdesäule". Sie zeigt eine Wirbelsäule, bestehend aus Büchern. Denn Bildung ist das Rückgrat eines Lebens in Würde. Eine Schul- oder Berufsausbildung erhöht die Chancen auf eine bessere und selbstbestimmte Zukunft.

Brot für die Welt "Hunger nach Gerechtigkeit"

Brot für die Welt

"Hunger nach Gerechtigkeit", so lautet das Motto der 60. Aktion von Brot für die Welt. Zu seinem runden Geburtstag rückt das Hilfswerk den Kampf gegen Hunger, Armut und Ungerechtigkeit thematisch in den Mittelpunkt seiner Arbeit. Spendeninformationen finden Sie <a href="https://www.brot-fuer-die-welt.de/spenden/">hier</a>.

2019: Kernbotschaften 61. Aktion

© Brot für die Welt

"Hunger nach Gerechtigkeit" unter diesem Motto findet - wie im Vorjahr - auch die 61. Aktion statt. Bis zum heutigen Tag leben Millionen Menschen in Armut, werden verfolgt, gedemütigt oder ausgegrenzt. Brot für die Welt setzt sich dafür ein, diese Situation global und nachhaltig zu ändern.

Hunger braucht Aufmerksamkeit - das wissen auch die Zuständigen bei "Brot für die Welt". Nicht wenige Plakataktionen sind in Deutschland nachhaltig in Erinnerung geblieben. Hier eine Auswahl an Motiven aus den letzten 61 Jahren.