Zwischen Messgewand und Mundschutz

Galerie Paramente Werkstadt

© epd-bild/Nancy Heusel

Kloster St. Marienberg in Helmstedt (Foto vom 23.09.2020). Seit 150 Jahren werden in der Paramentenwerkstatt im Kloster St. Marienberg Talare, Taufkleider und Altarwaesche gefertigt. Und nicht nur das. Seit der Corona-Pandemie naehen die Schneiderinnen auch Mund-Nasen-Masken in liturgischen Farben. (Siehe epd-Bericht vom 13.10.2020)

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Vom Mittelalter bis heute

Die Geschichte von St. Marienberg reicht bis ins Hochmittelalter zurück: Im späten 12. Jahrhundert gründete Abt Wolfram von Werden und Helmstedt ein Augustiner-Chorfrauenstift, das er auf einem Hügel außerhalb der Stadtmauern von Helmstedt errichten ließ. Das Kloster, das für seien Stickereien bekannt war, blieb auch nach der Reformation erhalten. Die Zahl der Konventdamen reduzierte sich von 40 auf 6, statt katholischer Messen feierten sie fortan lutherische Gottesdienste. Das Vermögen wird von einem Klosterfonds verwaltet.  

Anika Kempf
Jörg Echtler
Julia Pennigsdorf (epd Text), Nancy Heusel (Fotos)
Zwischen Messgewand und Mundschutz


Die Paramentenwerkstatt im Kloster St. Marienberg ist eine von bundesweit sechs Einrichtungen, die sich auf das Anfertigen und die Restaurierung von Textilien für Liturgie und Kirchenraum spezialisiert hat. Seit 150 Jahren werden hier Talare, Taufkleider und Altarwäsche hergestellt. In der Corona-Pandemie ist ein neues Stück hinzugekommen: Nun nähen die Schneiderinnen auch Mund-Nasen-Masken in liturgischen Farben.

Weitere Einblicke in ungewöhnliche Berufe gibt unsere Serie "Kirche und Handwerk".