Kirchenstreik für die Ampel

Kirchenstreik für die Ampel
Wegen einer defekten Ampel sperrte ein Pfarrer in Italien seine Kirche zu – mit Erfolg

Nicht nur Schülerinnen und Schüler streiken, nein: Manchmal müssen es auch die Pfarrer tun. Luther streikte angeblich mal mehrere Wochen und weigerte sich zu predigen, weil die Leute sowieso nicht auf ihn hörten. Doch wie bei den "Fridays for Future"-Demonstrationen ging es auch in dem Fall, von dem wir heute berichten, um die körperliche Unversehrtheit von Menschen. Denn: In Velletri in Italien hatte ein Blitzschlag bereits vor Monaten eine wichtige Fußgängerampel an einer vielbefahrenen Straße außer Gefecht gesetzt. Die Straße ohne Ampel Richtung Kirche zu überqueren, war geradezu lebensgefählich. Da half auch kein Gebet für eine Lücke im Verkehr, und alle Eingaben bei der Stadtverwaltung waren ebenso nutzlos – die Ampel blieb außer Betrieb.

Schließlich griff Pfarrer Mauro De Gregori zum letzten Mittel: Um seine Gottesdienstbesucher vor Unfällen zu schützen, sperrte er Anfang Februar seine Kirche komplett zu. Kritische Stimmen würden jetzt vermutlich ähnlich wie bei den freitäglichen Klimademonstrationen anmerken, der immerhin schon 78jährige Pfarrer hätte einfach nur ein wenig Urlaub machen wollen und Kirche schwänzen wollen – doch nein! Ihm lag wirklich daran, dass seine Schäflein sicher zum Gottesdienst und wieder zurück kommen konnten.

Und siehe da, auch streikende Pfarrer können Wunder bewirken: Binnen einen Monats war die Ampel repariert! Nun können die Besucher wieder sicher über die Straße. Damit zum Seelenheil auch das körperliche Heil dazukommt. Sage noch einer, Streiken würde nichts nützen.

weitere Blogs

... sowie Influenzmaschinen: Medien und ihre Geschichte im Museum auszustellen, ist nicht ganz leicht. In Mannheim gelang es ziemlich gut.
Wie Jesus einmal Kakao machte und ganz nebenbei heimlich Frieden stiftete.
Twitter hat seine Webseite neu designt. Einer der häufigsten Wünsche der Nutzer ist aber nicht erfüllt worden: Die Möglichkeit, Tweets nachträglich zu bearbeiten. Es wäre auch keine gute Idee.
Ort des Ideologieverdachts: das Festspielhaus in Bayreuth
Eine unkonventionelle Inszenierung von Wagners Parsifal nimmt Wolfgang Schürger zum Anlass, darüber nachzudenken, wie ideologisch bedingte Konflikte überwunden werden können.
Das war unser Kirchentag 2019
evangelisch.de- und chrismon-Redakteurinnen und Redakteure haben für Euch den Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund 2019 besucht. Hier geht es zu unseren multimedialen Impressionen aus fünf aufregenden Tagen.