An apple a day...

An apple a day...

...keeps the doctor away, sagt man hier in England. Dass diese Aussage wissenschaftlich abgesichert ist, wage ich zu bezweifeln, aber dass Obst und Gemüse gesund sind, wird wohl niemand abstreiten. Vermutlich reicht jedoch ein Apfel am Tag nicht aus für eine gesunde Ernährung. Weshalb die Initiative 5 a day (5 am Tag heißt sie in Deutschland) dafür wirbt, dass jeder Mensch am Tag fünf Portionen Obst und/oder Gemüse essen sollte.

Wer es sich nun einfach machen möchte und dann eben täglich fünf Äpfel verzehrt, sei gewarnt: Das gildet nicht! Es sollen fünf verschiedene Gemüse oder Früchte sein. Und zwar möglichst in unterschiedlichen Farben. Farben sind nämlich nicht nur aus ästhetischen Gründen und zum Anlocken von bestäubenden Insekten da, sondern sie signalisieren auch verschiedene Inhaltsstoffe.

Und wenn das Zeug auch noch aus dem eigenen Garten oder Balkonkasten kommt, schmeckt es gleich nochmal so gut. Darauf deuten auch Studien hin, die herausgefunden haben, dass Hobbygärtner mehr Obst und Gemüse essen als Menschen ohne Interesse am Gärtnern. Trotzdem weist die Deutsche Gesellschaft für Ernährung darauf hin, dass die meisten Deutschen die empfohlene Menge von 650 Gramm pro Tag nicht erreichen.

Damit sich das ändert, hier ein paar Tipps für Farben, die leicht angebaut werden können:

  • Grün - Blattsalate, Spinat, Mangold, Grünkohl, Brokkoli, Rosenkohl, grüne Bohnen: Die Färbung wird durch Chlorophyll hervorgerufen. Grünes Gemüse enthält wichtige Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium, Mangan, Schwefel.
  •  
  • Blau / Violett - Brombeeren, Blaubeeren, Rotkohl, Auberginen, schwarze Johannisbeeren, rote Beete, Pflaumen, rote Zwiebeln: Die Färbung wird durch Anthocyane verursacht, die zu den Flavoniden zählen. Je dunkler die Farbe, desto höher die Konzentration von Anthocyanen. Diese sollen gut sein für das Erinnerungsvermögen und kognitive Funktionen des Gehirns, besonders bei älteren Menschen. Außerdem wird untersucht, ob anthocyan-haltige Lebensmittel eine Rolle bei der Krebsvorbeugung spielen.
  •  
  • Rot - Tomaten, Erdbeeren, Himbeeren, Paprika, Chillis, Rhabarber: Verschiedene Karotinoide färben das Gemüse rot (Und übrigens auch die Deckflügel von Marienkäfern. Aber bitte jetzt keine Marinis essen!) und schützen die Haut vor den negativen Einflüssen der Sonneneinstrahlung. Das in hoher Konzentration vor allem in Tomaten enthaltene Lycopin soll Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen.
  •  
  • Orange / Gelb - Möhren, Kürbisse, Pfirsiche, gelbe Paprika, Mais, gelbe Tomaten, Süßkartoffeln: Sie enthalten ebenfalls Karotenoide, dazu Beta-Karotin. Diese schützen die Pflanzen vor ultravioletter Strahlung, beim Menschen sollen sie dem Schutz vor Infektionen und Allergien dienen. Und die Sehkraft stärken - "Möhren lassen Dich im Dunkeln sehen", heißt es in Großbritannien, aber das dürfte doch etwas übertrieben sein.
  •  
  • Weiß - Blumenkohl, Knoblauch, Lauch, Zwiebeln, Pastinaken, Rübchen: Die gelblich-weißen Pigmente enthalten gesunde Stoffe wie Allicin. Vor allem für Knoblauch ist die gesundheitsfördernde Wirkung nachgewiesen, denn das Allicin wehrt fiese Mikroorganismen ab. Und natürlich Vampire.
  •  
  • Kartoffeln zählen übrigens nicht zu den 5 a day, dafür aber Pilze, auch wenn sie weder Obst noch Gemüse sind, sondern eine eigene Familie bilden.
     

weitere Blogs

Zwei Männer in Lederhosen von der Gruppe "D´Schwuhplattler" geben sich einen Kuss bei dem CSD München.
Während in der Türkei einer queeren Kreuzfahrt das Anlegen durch die Behörden verweigert wird, erlebt Deutschland einen Pride-Monat, der so politisch ist wie schon lange nicht mehr. Gut so, findet unser Autor Wolfgang Schürger.
Du sollst Dir kein Bildnis von Gott machen - aber Gedanken machen darfst Du Dir schon... Vor allem, wenn Dein Leben aus dem Ruder läuft und Du Dich fragst: Wer steuert eigentlich gerade in diese völlig bescheuerte Richtung? Und wem kann ich mein Leid klagen?
Blaue Lichtflecken auf Kirchenbaenken
In der Hitzeperiode haben viele Kirchen einen großen Vorteil: Sie sind kühl!