Diakonie-Chef im Interview

Lilie: "Wir wollen Leidenschaft entfalten"

Frank Muchlinsky und Ulrich Lilie im Interview

© evangelisch.de/Katrin Greschner

evangelisch.de-Pfarrer Frank Muchlinsky hat Ulrich Lilie zur neuen Diakonie-Kampagne interviewt.

Zu ihrem 175-jährigen Bestehen hat sich die Diakonie eine Imagekampagne ausgedacht, die unter dem Motto #ausLiebe steht. Was das genau bedeutet, erzählt Diakonie-Chef Ulrich Lilie im Interview mit unserem Redaktionspfarrer Frank Muchlinksy.

Zur neuen Kampagne #ausLiebe der Diakonie äußert sich Ulrich Lilie im Interview mit Frank Muchlinksy.

Es sei eine historische Aufgabe von Kirche und Diakonie, in einer Zeit tiefgreifender globaler Umbrüche dem Kampagnenmotto entsprechend aus Liebe nah bei den Menschen zu sein, sagte Diakonie-Präsident Ulrich Lilie am Montag am Rande der EKD-Synode in Magdeburg.

In ihrem Jubiläumsjahr wolle die Diakonie an ihre Anfänge erinnern und zugleich die Herausforderungen in der Gegenwart in den Blick nehmen. Er verwies auf das Ringen um gesellschaftlichen Zusammenhalt, die Folgen des Ukraine-Krieges und den Klimawandel. Konzipiert hat die Kampagne die Agentur glow Berlin.

Die Gründung der Inneren Mission als Vorläufer der Diakonie geht auf den Theologen Johann Hinrich Wichern zurück (1808-1881), der im Revolutionsjahr 1848 in Hamburg die erste deutsche Stadtmission gründete. Im selben Jahr am 22. September rief Wichern bei einer Rede in Wittenberg Vertreter der evangelischen Landeskirchen zur mehr sozialem Engagement auf. Diese Rede gilt als Initialzündung für die Gründung der Diakonie.

Rund 600.000 Hauptamtliche sind heute in etwa 5.000 diakonischen Unternehmen beschäftigt. Zur evangelischen Wohlfahrt gehören etwa 33.000 stationäre und ambulante Dienste wie Krankenhäuser, Altenpflegeheime, Sozialstationen, Wohngruppen oder Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Angebote für Suchtkranke und Obdachlose sowie Beratungsstellen.

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