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Wirtschaft und Arbeit
Lieber Herr Muchlinsky,
wir leben in narzisstischen Zeiten, in denen der einzelne um die permanente Anerkennung und Zuwendung seiner Umwelt buhlt, wovon ich mich explizit nicht ausnehmen will. Die Auseinandersetzung mit den Lehren Luthers war hier ein Balsam für meine Seele, sein Schluss, dass Gott uns und sogar mich bedingungslos liebt, unabhängig von unseren diesseitigen Werken, brachte mit viel innere Ruhe.
Ich hadere noch mit meinen Perfektionsstreben im Beruf, genährt aus denselben niederen Antrieben nach profaner Anerkennung durch Kollegen und Vorgesetzte; gipfelnd in permanenter Unzufriedenheit an den eigenen Leistungen und der Angst, dass andere das auch so sehen könnten. Das sinngemäße Lutherwort “Woran du dein Herz hängst, das ist eigentlich dein Gott” geht hier schon aus meiner Sicht in die richtige Richtung: Hänge dich in deiner Lebensausrichtung und -selbstwertung nicht an den schnöden Mammon. Gibt es hier noch weitere (lebens-) hilfreiche Schlüsse, welche einen zu einer psychologisch gesünderen Distanz zur Erwerbsarbeit führen?
Viele Grüße,
Peter
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