Ökumene und Weltreligionen
Hallo Herr Muchlinsky,
ich frage mich immer öfter, warum das Thema Ökumene so viele unschöne Streitereien und Diskussionen mit sich bringt?
Bin ich zu tolerant, wenn ich der Meinung bin, dass eine gelingende Ökumene nur stattfinden kann, wenn die Kirchen (Evangelisch, Katholisch und Orthodox) zunächst einmal die Unterschiede, der jeweils anderen Kirche tolerieren und dann nach Wegen suchen, wo und wie man zusammenfinden kann?
Ich habe das Gefühl, dass in den "oberen Etagen" der Kirche die Ökumenefragen kontrovers, aber respektvoll miteinander diskutiert werden. Bei Diskussionen von Christen untereinander, der Eine den Anderen aber versucht umzukrempeln und die Diskussionen dann nicht besonders rücksichtsvoll ausfallen.
Mich würde Ihre Meinung zu diesem Thema interessieren.
Herzliche Grüße
Susanne
Hallo,
ich war kürzlich auf einem Bibelseminar und dort wurde etwas gepredigt,
das ich noch nie gehört habe, obwohl ich evangelisch bin und auch im
Schulunterricht den evangelischen Religionsunterricht besucht habe.
Nun wollte ich wissen, ob dies im evangelischen Glauben grundsätzlich so gesehen wird,
wie es gepredigt wurde:
Es wurde gesagt, dass das Volk Israels als erwähltes Volk Gottes als Beispiel dafür gilt,
wie Gottes Segen und Fluch aussehen kann. Das Volk soll uns auf der Erde verdeutlichen,
wie schlimm die Hölle ist. Daher wurde betont, dass die Judenverfolgung im 2. Weltkrieg
Gottes Botschaft war, was passiert, wenn man auf den falschen Weg gerät (Jesus als Messias verleugnen). Die Strafen der Juden wären aber nicht so schlimm gewesen, wie es die Hölle sein wird.
Für mich klingt das total absurd. Glauben Christen das wirklich? Dass die Judenverfolgung
eine Warnung Gottes war, um zu zeigen, wie die Hölle ist? Ich habe das noch nie zuvor gehört
und wollte daher eine professionelle Antwort auf meine Frage erhalten.
Vielen Dank schonmal
Verona
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