Im Dialog bleiben trotz verschiedener Sichtweisen

Symbole für die drei monotheistischen Weltreligionen
epd-bild/Jörn Neumann
Verständigung von Kirchen und christliche Organisationen in Deutschland mit Partnern im Mittleren Osten - dafür setzt sich die Evangelische Mittelost-Kommission (EMOK) seit 50 Jahren ein.
50 Jahre EMOK
Im Dialog bleiben trotz verschiedener Sichtweisen

Seit 50 Jahren verbindet die Evangelische Mittelost-Kommission (EMOK) Kirchen und christliche Organisationen in Deutschland mit Partnern im Mittleren Osten.

Seit fünf Jahrzehnten stehen für die Evangelische Mittelost-Kommission (EMOK)  die Zusammenarbeit mit den Kirchen der Region und die Verständigung zwischen den Religionen im Mittelpunkt. "Seit 50 Jahren steht die EMOK für etwas, das heute besonders wertvoll ist: Wir hören einander zu, halten Kontakt und bleiben auch dort im Gespräch, wo die Sichtweisen auseinandergehen", so EMOK-Vorsitzender Michael Diener.

Am 26. Oktober 1976 kam die EMOK zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen. Geleitet wurde sie vom damaligen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Helmut Claß. 50 Jahre später ist die Kommission ein wichtiges Forum für den Austausch und die Zusammenarbeit von Kirchen, Missionswerken und christlichen Hilfsorganisationen in Deutschland mit ihren Partnern im Mittleren Osten.

Die Verbundenheit mit den Kirchen im Mittleren Osten sei über Jahrzehnte gewachsen, so Diener, der auch Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKS) ist. "Diese Beziehungen tragen gerade in schwierigen Zeiten", so Diener weiter. Eine wichtige Grundlage dieser Arbeit sei die enge Zusammenarbeit mit dem Mittelöstlichen Kirchenrat (Middle East Council of Churches) und weiteren kirchlichen Partnern, heißt es in der Pressemitteilung, die der evangelisch.de-Redaktion vorliegt.
 
Die EMOK bringt Erfahrungen aus der Partnerschaftsarbeit zusammen, begleitet Projekte und berät die EKD sowie ihre Mitgliedskirchen und Werke zu Entwicklungen im Mittleren Osten. Auch mit gemeinsamen Veröffentlichungen hat die Kommission wichtige Impulse gesetzt. Dazu zählt die Positionsbestimmung "Israel – Palästina" aus dem Jahr 2009. 

Begegnung mit orientalischen Christ:innen

Mit ihrer Erklärung "EMOK an der Seite der Christen im Mittleren Osten" von 2017 hat die Kommission zudem dazu beigetragen, die Geschichte, die vielfältigen Traditionen und die gegenwärtige Situation der orientalischen Kirchen stärker ins Bewusstsein evangelischer Gemeinden in Deutschland zu rücken.

Die EMOK ermutigt dazu, die Begegnung mit orientalischen Christinnen und Christen auch hierzulande zu vertiefen und die Zusammenarbeit konkret zu gestalten. Auch nach 50 Jahren bleibt die Aufgabe der EMOK aktuell: Beziehungen stärken, unterschiedliche Perspektiven miteinander ins Gespräch bringen und die christlichen Gemeinschaften im Mittleren Osten begleiten.