Telefonseelsorge präsentiert App für Hilfen bei Suizidgefahr

Telefonseelsorge

© epd-bild/Meike Böschemeyer

Mit einer App will die Telefonseelsorge Deutschland die Suizidprävention verbessern.

Telefonseelsorge präsentiert App für Hilfen bei Suizidgefahr
Mit einem kostenlosen App-Angebot will die ökumenisch organisierte Telefonseelsorge Deutschland die Suizidprävention verbessern.

Zum 10. September, dem Welttag der Suizidprävention, wird die Telefonseelsorge, unter Federführung der regionalen Einrichtung Hagen-Mark, einen App-Prototypen als sogenannten "Krisen-Kompass" der Öffentlichkeit vorstellen, wie die Telefonseelsorge Hagen-Mark ankündigte. Bis zum Jahresende soll die App dann endgültig fertiggestellt sein und in App-Stores angeboten werden.

Über bundesweite Sponsoren-Aktionen haben die Leiter der Telefonseelsorge, Birgit Knatz und Stefan Schumacher, in den vergangenen sechs Monaten 120.000 Euro für die Entwicklung der Krisen-App erhalten, wie die Telefonseelsorge mitteilte. Weitere 30.000 Euro sollen noch zusätzlich eingeworben werden, um die App mit einem weiteren Analyse-Instrument zu ergänzen.

Mehr zu Telefonseelsorge
Stillleben eines Kreuzes und eines Smartphones mit Kontakt der Telefonseelsorge
Isolierte Studierende, überforderte Mütter - und Männer, die nach Berufsende nicht weiterleben wollen: Die Telefonseelsorge spiegelt die Probleme der Gesellschaft. Und hilft niederschwellig.
Corona -Pandemie macht offen für Hilfsangebote der Telefonseelsorge
Wer mit seinem Anruf durchkommt, hat Glück gehabt. Immer mehr Menschen suchen in der Coronakrise bei der Telefonseelsorge jemanden, der zuhört - vor allem auch mehr junge Männer.

Zu den Angeboten der App gehören den Angaben nach Listen mit Beratungsstellen und privaten Vertrauenspersonen und Notfallnummern. Außerdem soll es Vorschläge zur Entspannung und zur Soforthilfe geben sowie die Bereitstellung eines akuten, individuellen Krisenplans. Der Krisen-Kompass richte sich nicht allein an Suizid-Gefährdete, sondern an alle Menschen, die sich Sorgen um jemand anderen machten, hieß es. Das Angebot könne auch zur Trauerbegleitung für Angehörige genutzt werden.