Oberhaupt der ukrainisch-orthodoxen Kirche gestorben

Oberhaupt der ukrainisch-orthodoxen Kirche gestorben
Das Oberhaupt der zum Moskauer Patriarchat gehörenden ukrainisch-orthodoxen Kirche, Metropolit Wladimir, ist am Samstag gestorben. Das berichtete das ukrainische Internetportal Korrespondent.net unter Berufung auf den Sekretär des Metropoliten.

Metropolit Wladimir war seit Jahren schwer krank und deswegen handlungsunfähig; im Februar hatte die Heilige Synode einen Vertreter für ihn ernannt. Der Tod Wladimirs könnte zu einer neuen Zerreißprobe für die Kirche in der Ukraine führen.

Wladimir wurde 1935 im Gebiet Chmelnitzki geboren und schrieb sich 1954 ins Priesterseminar von Odessa ein. In den 60er Jahren war er stellvertretender Leiter der russischen Mission in Jerusalem und Vertreter der russisch-orthodoxen Kirche im Weltkirchenrat. 1982 stieg er in den Rang eines Metropoliten auf. Seit 1992 leitete er die ukrainisch-orthodoxe Kirche.

Dieses Ereignis markierte auch den Zerfall der ukrainisch-orthodoxen Kirche in eine dem Moskauer Patriarchat verbundene und eine selbstständige, dem Kiewer Patriarchat unterstehende Glaubensgemeinschaft. Heute bekennen sich zwischen sieben Millionen und zehn Millionen Ukrainer zu diesem Zweig der Orthodoxie und ihrem Patriarchen Filaret, der von Moskau wegen Kirchenspaltung exkommuniziert wurde.

Wladimir hatte seit Jahren mit Gesundheitsproblemen zu kämpfen. 2011 musste er zum ersten Mal für längere Zeit ins Krankenhaus. Trotz permanenter Herzprobleme, die ihn bei der Amtsausübung behinderten, blieb er jedoch auf dem Posten. Im Februar, auf dem Höhepunkt der Auseinandersetzungen auf dem Kiewer Maidan, wurde Metropolit Onufri zu seinem Vertreter ernannt. Ende Juni hatte sich der gesundheitliche Zustand Wladimirs weiter verschlechtert.

Mit seinem Tod drohen der ukrainisch-orthodoxen Kirche Moskauer Patriarchats weitere Erschütterungen. Sechs der neun Mitglieder der Synode, des kirchlichen Spitzengremiums, gelten nach dem russischen Anschluss der Krim als proukrainisch eingestellt. Vor einigen Monaten hat sogar ein Dialog mit dem Kiewer Patriarchat über eine mögliche Vereinigung begonnen.

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